An Weihnachten war wenig los in Stuttgart-Stadtmitte. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Aufgrund der Einschränkungen war die Mobilität an Weihnachten und Silvester im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert. Die Landeshauptstadt war im Bundesvergleich mitunter am stärksten davon betroffen.

Wiesbaden - Weihnachtsbesuch bei den Großeltern und Silvester mit Freunden? Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben bei vielen Menschen Pläne durchkreuzt. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, hat sich die Mobilität der Menschen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verändert. So zeige die Sonderauswertung experimenteller Mobilitätsdaten, dass die Mobilität an den Weihnachtstagen deutschlandweit durchschnittlich um 14,6 Prozent gegenüber dem jeweiligen Tag des Vorjahres zurückgegangen sei. Der Rückgang fiel am ersten Weihnachtsfeiertag mit einem Minus von 14,3 Prozent und am zweiten Weihnachtsfeiertag mit minus 18,5 Prozent stärker aus als an Heiligabend mit minus 11,1 Prozent.

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Alkohol-, Feuerwerks- und Versammlungsverbote an den üblichen Silvester-Treffpunkten vor allem der Städte schlugen sich zum Jahreswechsel auch in den Mobilitätsdaten nieder. Zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr war in der Silvesternacht ein Rückgang der Mobilität um 57 Prozent zu beobachten. Zwischen Mitternacht und 1.00 Uhr war der Rückgang zwar etwas geringer als in den angrenzenden Nachtstunden, aber dennoch deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Längere Reisen finden kaum statt

Besonders stark sank die Zahl längerer Reisen an den beiden Weihnachtsfeiertagen: Reisen mit einer Distanz von 50 bis unter 100 Kilometern gingen am 25. und 26. Dezember um gut ein Drittel, Reisen mit einer Entfernung von 100 Kilometern oder mehr sogar um etwa die Hälfte zurück. Dies deute darauf hin, dass viele Menschen insbesondere auf Besuche von weiter entfernt lebenden Familienmitgliedern und Urlaubsreisen über größere Entfernungen verzichtet haben, hieß es.

Dabei gab es regionale Unterschiede. Am stärksten ging die Mobilität in Berlin (minus 20 Prozent), in Bayern (minus 18 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (minus 17 Prozent) zurück. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg fiel der Rückgang mit minus sieben beziehungsweise minus einem Prozent besonders niedrig aus.

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