Vor dem Turnier müssen sich alle Profis in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Über 70 von ihnen dürfen ihr Hotelzimmer aber nicht einmal zum Training verlassen. Foto: AFP/WILLIAM WEST

Vor dem Start der Australian Open befinden sich die Sportler weiterhin in einer zweiwöchigen Quarantäne. Diese gestaltet sich allerdings nicht für alle Teilnehmer gleich. Auf Twitter posteten einige Profis Videos, wie sie sich in ihren Hotelzimmern fit halten.

Melbourne - Am 8. Februar beginnen in Melbourne die Australian Open. Das Grand Slam-Turnier sorgt aber bereits im Vorfeld für großen Gesprächsstoff. Mehr als 70 Profis und Betreuer müssen für zwei Wochen komplett in Quarantäne, weil auf ihren Flügen Passagiere positiv auf Corona getestet worden waren. Zu diesen Spielern gehört auch Angelique Kerber, die das Turnier 2016 gewann.

Die betroffenen Profis dürfen in strikter Quarantäne ihre Hotelzimmer überhaupt nicht verlassen und auch nicht trainieren. Die anderen Spielerinnen und Spieler ohne Kontakte mit positiv getesteten Fluggästen, die zwei Wochen lang die reguläre Quarantäne absitzen, dürfen für Training und Fitness fünf Stunden täglich aus dem Hotel.

Beschäftigung im Hotelzimmer

Damit den Tennis-Stars in ihren Zimmern nicht die Decke auf den Kopf fällt, haben sich manche von ihnen unterschiedliche Beschäftigungen ausgedacht. Einige sind durchaus kurios und wurden von den Profis in den sozialen Medien geteilt.

Die britische Spielerin Heather Watson versucht sich mit den Gegenständen in ihrem Zimmer fit zu halten. So wird ein Stuhl schnell zur Hantel. In einem anderen Video absolviert die 28-Jährige einen kuriosen Triathlon, inklusive schwimmen in der Badewanne.

Der Franzose Édouard Roger-Vasselin zeigt sich auf Twitter auch sehr kreativ. Mit seinem Schläger jongliert er zunächst einen Tennisball und lässt diesen dann durch einen selbst gebauten Parcours rollen.

Die erst 16-jährige Coco Gauff hat eine andere Methode gefunden, um in Form zu bleiben. Sie schlägt mit ihrem Schläger zahlreiche Tennisbälle mit voller Wucht gegen die abgepolsterte Hotelwand. Nach eigenen Aussagen ging dabei nichts zu Bruch.

Elina Svitolina sitzt auch in ihrem Hotelzimmer fest. Die Ukrainerin unterhält ihre Fans mit TikTok-Videos, die sie auch auf Twitter teilte.

Yulia Putintseva hat in der Zwischenzeit mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. In ihrem Hotelzimmer treibt eine Maus ihr Unwesen.

Die fehlende Fitness und die fehlenden Trainingsmöglichkeiten einiger Profis könnten für den Grand Slam durchaus zum Problem werden. Auf dem Platz sorgt das möglicherweise für ungleiche Wettbewerbsbedingungen. Auch fehlende Ausdauer kann dabei ein Faktor sein. Turnierdirektor Craig Tiley schloss allerdings eine Formatänderung bei den Herren-Einzeln von drei auf zwei Gewinnsätze bereits aus.

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