Ausschreitungen in Chemnitz Marteria und Casper rappen gegen rechts

Von red/dpa 

Marteira (links) und Casper stellen ihr gemeinsames Album vor. Foto: dpa
Marteira (links) und Casper stellen ihr gemeinsames Album vor. Foto: dpa

Die Rapper Marteria und Casper werden in der nächsten Woche in Chemnitz auftreten. Sie wollen damit ein Zeichen setzen gegen den Aufmarsch von Rechtsradikalen in den vergangenen Tagen.

Berlin - Um ein Zeichen gegen Rechts zu setzen, werden die Rapper Marteria und Casper Anfang kommender Woche in Chemnitz auftreten. „Wir spielen nächsten Montag um 19 Uhr am Karl-Marx-Kopf wegen der aktuellen Ereignisse“, kündigte Benjamin Griffey alias Casper am Dienstagabend bei einer Party der beiden im brandenburgischen Heimland an. Er fordere die Besucher auf, „auch mal dahin zu kommen, wo es wichtig ist“.

Auf einem Stadtfest in Chemnitz war am Wochenende ein 35 Jahre alter Deutscher durch Messerstiche getötet worden. Als Tatverdächtige gelten ein Syrer und ein Iraker. Am Sonntag zogen rechte Demonstranten durch die Stadt, von denen einige ausländische Passanten attackierten. Am Montagabend wurden bei neuen Protesten rechter und linker Demonstranten mindestens sechs Menschen verletzt.

Rapper treten öfter gegen rechts auf

Marteria und Casper gehören zu den derzeit erfolgreichsten Rappern des Landes. Am 31. August bringen sie ihr gemeinsames Album „1982“ heraus, benannt nach dem Geburtsjahr der beiden. Am Dienstagabend stellten sie die neuen Songs auf einer Release-Party mitten in einem Wald in Brandenburg vor. Von ihrem türkisfarbenen Monster-Truck aus, mit dem sie seit einiger Zeit quer durch die Republik tingeln, gaben sie vor etwa 180 geladenen Gästen ein kleines Konzert.

Am vergangenen Wochenende waren die beiden in Mecklenburg-Vorpommern beim Anti-Nazi-Festival „Jamel rockt den Förster“ des Künstlerehepaars Birgit und Horst Lohmeyer auf der Bühne gestanden.

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