Lange Schlangen im Nieselregen: Hamsterkäufe in Kehl Foto: AFP/FREDERICK FLORIN

Ausnahmezustand im baden-württembergischen Kehl: Gerüchte über Grenzschließungen lösen Hamsterkäufe aus. Die Hintergründe.

Kehl - Gerüchte über Grenzschließungen haben nach Angaben der Stadt Kehl dort für einen „Ausnahmezustand“ gesorgt. Wie eine Rathaussprecherin am Freitag mitteilte, gab es am Vortag meterlange Schlangen vor den Läden und Tabakgeschäften, unzählige Autos an Tankstellen und bis zu 100 Menschen gleichzeitig in den lokalen Drogeriemärkten.

„Es war so viel los, wie sonst nur an einem französischen Feiertag“, berichtete sie. Trotz Nieselregens habe sich ein Meer von Menschen durch die Stadt bewegt. Auslöser seien Berichte verschiedener Straßburger Medien gewesen, wonach das Robert-Koch-Institut (RKI) die Région Grand Est aufgrund der Entwicklung der Corona-Lage zum Risikogebiet erklärt.

Die Bundesregierung hat von Samstag an fast ganz Frankreich - darunter auch die Region Grand Est, zu dem das an Baden-Württemberg grenzende Elsass gehört - als Corona-Risikogebiet eingestuft.

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