Die Kulturverein, wie hier der spanische Elternverein, werden bei der Ausländischen Nacht in Kornwestheim wieder Aufführungen darbieten. Foto: Peter Mann

Bei der Ausländischen Nacht in Kornwestheim (Kreis Ludwigsburg) kommt es am Samstag nicht zur Neuauflage der Wahlen zu Miss und Mister Kornwestheim. Anders als geplant werden die Achtelfinalspiele Italiens und Deutschlands im Mittelpunkt stehen.

Zum mittlerweile 37. Mal laden Kulturvereine spanischer, italienischer, griechischer und türkischer Mitbürger zur Ausländischen Nacht in Kornwestheim ein. Am Samstag, 29. Juni, werden ab 16 Uhr kulinarische Spezialitäten der Länder an Ständen auf dem Marktplatz verkauft. Als Gast wird auch ein in Gründung befindlicher Verein von Ivorern dabei sein, der Spezialitäten von der Elfenbeinküste verkauft. Startschuss für das Programm ist um 18 Uhr.

„Wir freuen uns sehr, dass Oberbürgermeister Nico Lauxmann sein Kommen zugesagt hat“, so Organisator Ioannis Galimpas. Seit 13 Jahren ist er hauptverantwortlich für das Fest und kann sich nach eigenen Angaben nicht an ein Jahr mit so viel Stress in der Vorbereitung erinnern. „Wir wollten nach vielen Jahren wieder die Wahlen zu Mister und Miss Kornwestheim veranstalten, aber das mussten wir streichen“, sagt Galimpas. Es sollte das Highlight des Abends werden, aber zunächst waren die Anmeldezahlen eher mau und schließlich seien noch einige Teilnehmer unter anderem wegen Erkrankung abgesprungen. „Es tut uns sehr leid, dass wir das nun kurzfristig ändern müssen“, gibt sich der Organisator zerknirscht.

Gemeinsam die Siege feiern – oder sich Trost spenden

Statt einer Misswahl wird es nun neben den Aufführungen der Vereine und Livemusik durch einen DJ eher um das gemeinsame Fußballgucken gehen. Derzeit sei man dabei, eine Leinwand zur Übertragung der EM-Spiele zwischen der Schweiz und Italien um 18 Uhr und Deutschland und Dänemark um 21 Uhr zu organisieren. „Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam die Spiele anschauen können“, sagt Galimpas. Falls nötig könne man die Italiener und Deutschen trösten, lieber aber gemeinsam deren Siege feiern.

Galimpas ist überzeugt, dass es auch dieses Jahr wieder ein gelungenes Fest geben wird bei dem die Begegnung im Mittelpunkt steht. „Wir werden die Tische auf dem Marktplatz alle wieder zusammenrücken. Das ist das Besondere. Kein Verein und keine Gruppe macht ihr eigenes Ding“, erklärt er. Es wäre ein schöner persönlicher Abschluss, denn der gebürtige Grieche will die Organisation der Ausländischen Nacht in neue Hände geben. „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“, sagt er dazu.