Die Polizei hat am Mittwochabend im Kreis Ludwigsburg insgesamt 1400 Fahrzeuge angehalten. Foto: 7aktuell.de/Oskar Eyb/7aktuell.de | Oskar Eyb

Am ersten Abend halten sich die meisten Menschen im Kreis Ludwigsburg an die Ausgangssperre. Die Polizei kontrolliert 1400 Personen, die meisten haben einen Grund, warum sie nach 21 Uhr unterwegs sind.

Ludwigsburg - Wer keinen triftigen Grund hat, darf seit Mittwoch im Kreis Ludwigsburg nach 21 Uhr nicht mehr auf die Straße. Es gelten Ausgangsbeschränkungen. Am ersten Abend habe sich der überwiegende Teil der Bevölkerung auch an die neuen Regeln gehalten, teilt die Polizei mit. Ihr Fazit fällt deshalb positiv aus. Die Beamten kontrollierten am Mittwoch rund 1400 Fahrzeuge und insgesamt 1700 Personen. Nur 67 konnten nicht erklären, warum sie sich noch draußen aufhielten. „Der größte Teil hat Verständnis für die Kontrollen gezeigt“, sagte Polizeisprecher Peter Widenhorn. Die geringe Anzahl an Verstößen sei vor allem für den ersten Abend durchaus bemerkenswert.

Insgesamt überprüften 40 Polizisten, einige von ihnen mobil, andere an zwei festen Kontrollstellen in Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen Autos und Fußgänger. Einen kleineren Zwischenfall gab es am Kontrollpunkt in der Schwieberdinger Straße in Ludwigsburg. Dort reagierte ein 50-jähriger Autofahrer aggressiv, da er sich durch die Anwesenheit eines Pressevertreters in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt fühlte. Der Mann drohte dem Fotografen Gewalt an, er muss nun mit einer Anzeige wegen Nötigung rechnen.

Polizei wird auch in den kommenden Nächten kontrollieren

Die meisten Kontrollierten befanden sich auf dem Heimweg von der Arbeit und führten sogar Bescheinigungen ihrer Arbeitgeber mit. Das sei zwar nicht nötig, so Widenhorn, „aber das macht uns die Arbeit natürlich um einiges leichter und verkürzt die Zeit der Kontrollen“.

Der Landkreis hatte die Ausgangssperre am Montag angekündigt, nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz über die Marke von 150 gesprungen war. Am Mittwoch lag sie bei einem Wert von 186,1. „Alle Verantwortlichen sind sich darüber im Klaren, dass Ausgangssperren einen erheblichen Eingriff in die Bewegungsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger darstellen,“ hatte der Ludwigsburger Polizeipräsident Burkhard Metzger bereits am Dienstag erklärt. Die Polizei wird in den kommenden Tagen die Kontrollen fortführen. „Wir hoffen, dass es so ruhig bleibt, wie am ersten Abend“, sagt Peter Widenhorn.

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