Am Schreibtisch, wo normalerweise Hannes und der Bürgermeister witzeln, sitzt für die Sendung der echte Bürgermeister Carl-Gustav Kalbfell. Foto: Thomas Krämer

Das idyllische Tal entlang des Reichenbachs ist ein beliebter Ausflugsort. Für die SWR-Sendung „Kaffee oder Tee“ war nun ein Fernsehteam dort, wo sonst Hannes und der Bürgermeister aufgezeichnet wird.

Leinfelden-Echterdingen - Es ist laut im Mühlenmuseum in der Mäulesmühle. Jürgen Helmbrecht vom Stadtarchiv Leinfelden-Echterdingen hat die Mahlwerke für seinen prominenten Gast in Bewegung gesetzt. Markus Bundt, ein SWR-Reporter, ist an jenem Samstag für die Sendung „Kaffee oder Tee“ im Siebenmühlental unterwegs. Er will für sich selbst und die Zuschauer herausfinden, was es links und rechts des Reichenbachs alles zu entdecken gibt. Mit dabei sind Kameramann und Tonfrau sowie der Redakteur Roland Steinhauer, der die Sendung vorbereitet hat.

Der Hannes redet mit dem Bürgermeister

„Das 200-jährige Bestehen der Mäulesmühle war der Anlass, warum wir heute hier sind“, erklärt Steinhauer. Und diese Mühle verbindet man natürlich unweigerlich mit der direkt gegenüber liegenden Komede-Scheuer, in der sich Hannes – dargestellt von Albin Braig – regelmäßig von seinem Bürgermeister – gespielt von Karlheinz Hartmann – die Welt erklären lässt. Mit Carl-Gustav Kalbfell nimmt an diesem Samstag jedoch ein richtiger Bürgermeister, nämlich der von Leinfelden-Echterdingen, am Schreibtisch Platz und plaudert mit dem Reporter. Per Live-Schalte ist Braig mit dabei und klärt auf, wer der Gag-Schreiber des schwäbischen Mundart-Duos ist.

Nur fünf Gehminuten entfernt liegt die Eselsmühle, ein weiteres Ziel des Vor-Ort-Termins des Fernsehteams. Meinrad Bauer, der Enkel des Mühlengründers, kommt dabei zu Wort, erzählt über die Geschichte der Mühle, präsentiert stolz das alte Mühlrad, das sich erst seit gut zehn Jahren nicht mehr dreht. „Überrascht waren wir von der geologischen Sammlung, die der Hobby-Geologe Rudolf Gmelin, der Großvater des heutigen Mühlenbesitzers, zusammengetragen hat“, sagt Bundt.

Ein Ausflug in das Tal lohnt sich

Und natürlich war der Reporter auch auf dem idyllischen Wanderweg zwischen Waldenbuch und Musberg unterwegs, hatte dort einige nette Begegnungen, wie er vorab verrät – unter anderem mit einem Hinterwälder-Rind, das vom Aussterben bedroht ist. „Ein tolles und abwechslungsreiches Ausflugsziel in unmittelbarer Nähe des Ballungsraums Stuttgart“, fasst Bundt seine Erlebnisse zusammen. Ihn hat die Authentizität der Menschen, aber auch das Nebeneinander von Natur, Geschichte und Kultur begeistert – „der Ausflug in das Tal lohnt sich“, sagt der Kenner des Ländles begeistert.

Die Herausforderung fürs Fernsehteam: „Fünf Minuten und 30 Sekunden wird der Beitrag lang sein“, sagt Steinhauer. Dass das Siebenmühlental viel mehr zu bieten hat, wurde dem Fernsehteam spätestens während der eintägigen Dreharbeiten klar. „Deswegen wird es in vier Wochen die Langversion mit elf Minuten geben“, kündigt der Redakteur an – wieder nachmittags in „Kaffee oder Tee“.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: