Spaß in den Sommerferien: Am Samstag, 2. August, öffnet das Maislabyrinth in Renningen.
Mit wehendem Umhang auf einem Pferd sitzend oder das Schwert gezückt – so stellt sich der tapfere Ritter dem feuerspeienden Drachen. Die Legende des Heiligen Georgs, dem Drachentöter, bildet in diesem Jahr das Motiv für das Renninger Maislabyrinth, das am Samstag, 2. August, erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich ist.
Auf dem Hof der Familie Weiß am Ortsrand von Renningen, nahe der Rutesheimer Straße, sprießt der Futtermais seit einigen Jahren nicht nur, um später im Magen von Tieren zu landen, sondern auch zur Freude vieler Familien. 2007 gab es das erste Maislabyrinth in Renningen. Das Motiv, dass im Labyrinth abgelaufen werden kann, wechselt von Jahr zu Jahr. Im vergangenen Jahr war es der grüne Dschungel mit seinen Tieren, davor auch schon Szenen aus dem Leben auf dem Bauernhof oder sogar Motive der Maya-Kultur.
Angelegt wird das Motiv schon, wenn gerade erst kleine Maissprossen aus der Erde hervorblitzen. Ein Geometer vermisst dann das Feld und überträgt das gezeichnete Motiv mit Messpunkten auf das Feld. Anschließend werden die zukünftigen Wege des Labyrinths in Handarbeit mit Rindenmulch gelegt. Der Mais wächst dann um den Mulch herum, die Wege bleiben frei.
Zu erkennen ist das ganze Motiv nur aus der Luft. Aufgedruckt ist es zudem auf den Eintrittskarten, wo es zur Orientierung dient. Der Clou ist dabei nicht, den Weg hindurch zu finden. Im Renninger Maislabyrinth sind verschiedene Stationen verteilt, an denen die Besucher verschiedene Stanzer vorfinden. Das Ziel ist, alle Motive zu finden. Und das ist auch mehrfach möglich, die Ständer werden jede Woche an eine neue Position gestellt.
Etwa 300 000 Maispflanzen verteilen sich auf der 20 000 Quadratmeter großen Fläche. „Die Pflanzen sind stellenweise 3,50 Meter hoch“, berichtet Andreas Weiß, der Hof und Labyrinth mit seiner Frau Michaela und den Kindern betreibt. Der Mais habe regelrecht gebettelt um Regen. „Er hat gern Wärme und Regen“, erklärt Weiß.
Dass der Sommer bald mit Sonne statt Regen zurückkommen soll, kommt der Familie mit Blick auf die Besucherzahlen aber gelegen. Zwischen 5500 und 6000 Besucher sind im vergangenen Jahr gekommen. Noch bis zum Ende der Sommerferien, am Sonntag, 14. September, ist das Maislabyrinth offen. Danach rückt der Maishäcksler an – und das Labyrinth verschwindet wieder
Maislabyrinth in Renningen
Geöffnet
Vom 2. August bis 14. September, von 11 bis 19 Uhr. Montags ist Ruhetag. Nachtlabyrinth bis 23 Uhr am 23. und 30. August. Eintritt: Erwachsene 4,50 Euro, Kinder 3,50 Euro. Keine Kartenzahlung. Hunde an der Leine sind erlaubt.
Adresse
Rutesheimer Pfad 6 in Renningen. Parkplätze sind ausgewiesen.