Ausflüge in den Schönbuch Wald, Wiesen und wilde Tiere

Von Rebecca Baumann 

Die Vesper-Tour für Kinder startet in Bebenhausen. Foto: Gerhard Groebe
Die Vesper-Tour für Kinder startet in Bebenhausen. Foto: Gerhard Groebe

Der Schönbuch bietet zahlreiche Möglichkeiten für Ausflüge in die Natur, bei denen auch Kinder auf ihre Kosten kommen. Wir stellen einige Touren vor.

Böblingen - Wenn die Natur aus dem Winterschlaf erwacht, zieht es viele Menschen hinaus ins Freie. Der Schönbuch ist nicht nur für viele Böblinger eines der beliebtesten Ausflugsziele, denn dort gibt es viel zu entdecken. Wir haben einige Touren zusammengestellt, die auch Familien mit Kindern meistern können.

1. Unterwegs am Schönbuchtrauf

Der Rundweg führt am Schönbuchtrauf oberhalb von Herrenberg-Mönchberg entlang und bietet neben Ausblicken auf den Ort auch viele Highlights für kleine Naturforscher. Bereits kurz nach dem Start können sich Kinder beim Hirschkäfermeiler mit dem Leben der Insekten auseinandersetzen. Von den Eiern, die die Weibchen in den Boden an die Wurzeln von toten Bäumen legen bis hin zu den erwachsenen Käfern erklärt eine Schautafel allerhand Wissenswertes über den Käfer. In in den Waldboden eingegrabenen Eichenstämmen können die Tiere ungestört heranwachsen.

Weiter geht die Route zum Aussichtspunkt auf dem Grafenberg und führt am Feuchtbiotop „Badwette“ vorbei, einem Tümpel, in dem allerhand Wassergetier wimmelt. Achtung: Dieser Weg ist nur für Fußgänger und nicht für Radfahrer geeignet.

Start: Die Route beginnt am Schützenhaus Mönchberg, Weingartenstraße 44.

Länge des Weges: 1,5 Kilometer

Weitere Informationen gibt es hier.

2. Vesper-Tour für Kinder

Ein wenig anstrengend ist sie schon, die Vesper-Tour für Kinder, die in Bebenhausen startet, Schloss Hohenentringen passiert und über Tübingen-Waldhausen zurück zum Ausgangspunkt führt. Unterwegs kann man aber viele Stopps einlegen, beispielsweise beim Spielplatz Saurucken oder dem Wildgehege. Auch das Entringer Freibad liegt am Weg. Außerdem können Kinder auf dieser Strecke, die nicht umsonst Vesper-Tour heißt, alles über das Thema „TüKorn“ lernen, ein Projekt, bei dem Landwirte, Müller und Bäcker mit heimischem Dinkel Brot backen. Die Projektpartner, in deren Betrieben man sich unterwegs informieren kann, halten außerdem Sammelsticker für die kleinen Radfahrer bereit. Damit man sich nicht verfährt, markieren einheitliche Wegekennzeichen die Route. Start: Rund um Bebenhausen gibt es öffentliche Parkplätze, die als Ausgangspunkt für die Radtour dienen können.

Länge des Radweges: 17 Kilometer

Weitere Informationen gibt es hier.

3. Neuweiler Viehweide

Der ausgeschilderte Rundweg ist ein Ausflug in die Geschichte. Denn er führt durch ein Waldgebiet, das wie in früheren Zeiten als Waldweide genutzt wird. Mit etwas Glück kann man von einer Aussichtsplattform aus Ziegen und Pferden dabei zusehen, wie sie die jungen Bäume und das Gras fressen, damit zurückdrängen und so die parkartige Landschaft des 13,5 Hektar großen Naturschutzgebietes erhalten. Es war bereits beinahe verwildert, als sich die Forstrevierleiter von Weil im Schönbuch dazu entschlossen, zu dieser ursprünglichen Nutzung als Waldweide zurückzukehren. Für kleine Botaniker hat dieser Ausflug rund 25 alte Eichen mit einem Stammumfang von bis zu sechs Metern zu bieten.

Start: Am besten parkt man auf dem Wanderparkplatz Neuweiler Viehweide. Diesen erreicht man, wenn man von Waldenbuch aus in Richtung Schönaich fährt. Der Parkplatz befindet sich auf der linken Seite der Straße kurz hinter der Oberen Sägemühle.

Länge des Rundweges: 3,5 Kilometer

Weitere Informationen gibt es hier.

4. Rotwild-Erlebnispfad

Für viele sind Hirsche die Könige des Waldes schlechthin. Klar, dass bei einem Ausflug in den Schönbuch ein Abstecher zum Rotwildschaugehege nicht fehlen darf. Der Rotwild-Erlebnispfad führt einmal rund um das Gehege und wurde speziell für Familien konzipiert. Neben der Möglichkeit, die Tiere in der Natur zu beobachten, wird an acht kindgerechten Stationen Wissen über Rotwild vermittelt. Start: Am besten parkt man auf dem Wanderparkplatz „Ranzenpuffer“, dem ersten Parkplatz auf der rechten Seite, wenn man aus Richtung Böblingen über die B 464 nach Bebenhausen fährt und die Kälberstelle bereits passiert hat. Von dort ist der Weg zum Gehege barrierefrei und ohne größere Gefälle und daher auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl erreichbar.

Länge des Weges: 1,5 Kilometer langer Rundweg um das Schaugehege.

Führungen: Gruppenführungen werden auf Anfrage an forst@kreis-tuebingen.de organisiert.

Weitere Informationen gibt es hier.

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