Nichts geht mehr im Affalterbacher Rathaus. Wann die Störung behoben ist, ist momentan noch fraglich. Foto: Kuhnle/Archiv

Die Gemeindeverwaltung ist ohne Internet und Telefon – und wartet auf das Lösen des Problems durch die Deutsche Telekom.

Affalterbach - Der Anruf des Affalterbacher Hauptamtsleiters Alexander Langner gleicht einem verzweifelten Hilferuf. Seit dem vergangenen Mittwoch geht im Affalterbacher Rathaus nichts mehr – telefon- und internettechnisch. „Wir sind komplett abgeschnitten von allem“, berichtet er und macht keinen Hehl aus seinem Ärger über den Service der Deutschen Telekom. Vor zwei Monaten habe man eine Technikumstellung durchgeführt, danach habe es kurzfristig immer wieder Ausfälle gegeben, berichtet Alexander Langner. „Es hieß, der neue Router sei schuld.“

Am Mittwochvormittag trat dann aber der schlimmste Fall ein: Das Internet sowie die komplette Telefonanlage der Behörde fielen aus. „Dadurch funktionieren auch keine Softwareanwendungen mehr. Die Arbeit auf dem Rathaus ist seitdem komplett lahmgelegt“, so Langner. Besonders ärgerlich: Auch im Bürgerbüro ist nur ein eingeschränkter Service möglich. „Leute wollen in den Urlaub und warten auf ihren Reisepass“, macht Langner, der seit etwas mehr als einem Jahr das Affalterbacher Hauptamt leitet, an praktischen Beispielen deutlich, wo die Probleme liegen – für Mitarbeiter und Bürger. „Wir versuchen, alles was geht, möglich zu machen.“ Etwa durch eine Kooperation mit den Kollegen im Nachbarort Erdmannhausen, die in besonders dringenden Fällen Pässe ausgeben.

Natürlich sei die Deutsche Telekom am Mittwoch sofort über die Störung verständigt worden, berichtet Langner. Trotz eines vertraglich zugesicherten so genannten Acht-Stunden-Entstörservices sei jedoch erst zwei Tage später ein Techniker ins Rathaus gekommen. „Nach unzähligen Anrufen und Stunden in der Warteschleife“, moniert Langner. Die Auskunft des Fachmannes: Das Problem liegt nicht an der Haustechnik sondern an der Leitung beziehungsweise dem Verteilerkasten. „Da die Telekom nicht in der Lage war, das festgestellte Problem bis Montagmorgen zu beheben, sind wir leider weiter nicht in der Lage, unsere Aufgaben zu erfüllen. Einmal ganz abgesehen davon, dass wir wieder Stunden in der Warteschleife hängen.“ Die zentrale Rufnummer sei auf ein Handy umgeleitet „Aber wir können nur einen Bruchteil von dem leisten, was wir normalerweise leisten“, macht Langner klar.

Eine schriftliche Anfrage bezüglich der Störung an die Deutsche Telekom blieb bis zum Redaktionsschluss unbeantwortet.

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