Münchens James: Mund abputzen – und auf die Bundesliga konzentrieren. Foto: Baumann

Das Viertelfinale in der Champions League steigt ohne die Bundesliga. Alles vier Starter sind vorzeitig auf der Strecke geblieben – zuletzt auch der FC Bayern. Der wird die Konsequenzen ziehen. Und klotzen!

München - Jetzt also auch noch der FC Bayern. Das Flaggschiff des deutschen Fußballs ist am Ende auch noch untergegangen auf der hohen See namens Champions League. Nachdem schon Borussia Dortmund und der FC Schalke im Achtelfinale und, ach ja, die TSG 1899 Hoffenheim in der Vorrunde Schiffbruch erlitten hatten. Die Bundesliga ist außen vor, wenn die besten acht Teams des Kontinents ihren Meister suchen. Die Königsklasse geht in die heiße Phase, und für die deutschen Teams ist der europäische Fußballthron gerade so unerreichbar wie für die meisten Menschen der Mount Everest. Der Gipfel wird zur Utopie.

England – Deutschland 3:0

Warum das so ist? Klar, da sind die finanzstarken Clubs aus der englischen Premier League, mit denen selbst der deutsche Krösus FC Bayern mit seinem berühmten Festgeldkonto nur noch schwer mithalten kann. Liverpool schlägt die Bayern im Achtelfinale, Manchester City den FC Schalke, und Tottenham Hotspur Borussia Dortmund. Premier League gegen Bundesliga: 3:0. So klar, so bitter ist das aus deutscher Sicht – allerdings: Die komplette Schwarzmalerei ist unangebracht. Manchester City ist nicht nur für den taumelnden FC Schalke derzeit eine Nummer zu groß, den BVB erwischte seine Krise zur Unzeit, also zur Achtelfinal-Zeit in der Königsklasse – und gegen den FC Liverpool auszuscheiden ist keine Schande. Auch, wenn man auf den Namen FC Bayern hört.

Apropos Bayern: Spätestens jetzt ist es klar, dass der Rekordmeister seine schon angekündigte Transferoffensive im Sommer in die Tat umsetzen wird. Aus im Achtelfinale, das entspricht nicht dem Münchner Selbstverständnis. Weshalb der angepeilte Umbruch im Kader wohl noch radikaler und kostspieliger ausfallen wird.

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