Zum 150. Geburtstag des ersten Bundeskanzlers kommen unter anderem sein mit Saphiren besetzter Brieföffner und sein signierter Agatha-Christie-Krimi unter den Hammer.
In diesem Jahr wäre Konrad Adenauer (1876 bis 1967) 150 Jahre alt geworden. In Erinnerung an den ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland versteigert das Auktionshaus Eppli Objekte aus dem persönlichen Nachlass des Staatsmannes. Am Samstag, 25. April, kommen im Eppli-Haus am Marktplatz ab 15 Uhr unter den Hammer: ein prunkvoll gestalteter Brieföffner, mit dem Korrespondenzen aus Politik und Weltgeschehen geöffnet wurden, ein abgegriffener Kriminalroman, der die privaten Stunden Adenauers begleitete und weitere außergewöhnliche Stücke, die seltene Einblicke in sein Leben gewähren.
Die Stücke stammen aus dem Nachlass von Adenauers jüngstem Sohn Georg, dessen Familie Eppli mit der Auflösung beauftragt hatte. Ein Teil der Objekte wurde bereits versteigert oder musealen Einrichtungen übergeben – einige interessante Stücke gelangen nun erstmals auf den Markt.
„Es ist uns eine große Ehre, im Jubiläumsjahr Objekte aus dem persönlichen Besitz Konrad Adenauers präsentieren zu dürfen. Diese Stücke erzählen Geschichten aus dem Alltag eines außergewöhnlichen Mannes“, sagt Geschäftsführer Ferdinand B. Eppli.
Die Highlights der Versteigerung
Das Highlight der Auktion sei sicherlich der Brieföffner mit Münzschaft und Saphirbesatz aus 18 karätigem Gelbgold, gefertigt vom Hamburger Juwelier Goldemann (Lot 10, Startpreis inklusive Aufgeld: 14.000 Euro). Der Schaft besteht aus einer Monaco-Goldmünze von 1904, eine halbrunde Fassung verbindet ihn mit der Klinge und ist mit Saphircarrés sowie dem Großbuchstaben „A“ verziert. Die Herkunft ist durch eine schriftliche Bestätigung eines Adenauer-Enkels belegt.
Darüber hinaus kommen weitere Objekte aus seinem Besitz zum Aufruf: Ein Paar Manschettenknöpfe aus 14-karätigem Gelbgold vom Bonner Juwelier Dix erinnert an die feinen Abendgesellschaften, bei denen Adenauer zugegen war (Lot 11, Startpreis inklusive Aufgeld: 850 Euro). Fünf Goldmedaillen von 1967 sowie weitere Gedenkmünzen und -medaillen mit seinem Porträt runden das numismatische Angebot ab (Lots 12 und 13, Startpreis inklusive Aufgeld: 7000 beziehungsweise 3600 Euro).
Auch Lot 9 ist spannend: ein Taschenbuch von Agatha Christie. Der Kriminalroman „Tod in den Wolken“ stammt aus der Privatbibliothek von Konrad Adenauer, trägt deutliche Gebrauchsspuren und belegt, was Zeitzeugen berichten: Der erste Bundeskanzler der BRD war ein leidenschaftlicher Leser klassischer englischer Detektivliteratur. Dass er seinen Krimi eigenhändig signierte, macht dieses unscheinbare Buch zu einem der persönlichsten Stücke der Auktion. Ergänzt wird dieses Los durch eine historische Stadtansicht von Rhöndorf, Adenauers Wohnort, die der damalige Bürgermeister von Bad Godesberg ihm zum 85. Geburtstag widmete (Startpreis inklusive Aufgeld: ohne Limit).
Eine Vorbesichtigung der Stücke ist nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.