Foto: Eberspächer

Auspuffspezialist hat 2009 gut 40 Prozent Umsatz eingebüßt und Verlust gemacht.

Esslingen - Der Autozulieferer Eberspächer, der auf einen dramatischen Umsatzeinbruch von gut 40 Prozent 2009 mit Personalabbau, Werkschließungen und der Rückholung ausgelagerter Produktion reagiert hat, schöpft wieder Zuversicht. 2010 will der Esslinger Abgas- und Heizungsspezialist wieder ein leicht positives Ergebnis schreiben, nachdem der Mittelständler im Jahr zuvor tief in die roten Zahlen gerutscht war.

In den ersten vier Monaten dieses Jahres lag der Umsatz bereits um 30 Prozent über dem Vorjahreswert. Anlass zu Euphorie sieht der geschäftsführende Gesellschafter Martin Peters aber nicht, denn das seien immer noch 32 Prozent weniger als 2008. Es gebe noch viele Unsicherheiten. Mit einem erneuten Absturz rechnet Peters aber nicht.

"Die Lage war sehr ernst, wir sind heute wieder etwas hoffnungsfroh", sagte er und geht davon aus, dass Eberspächer 2012 wieder zur alten Umsatzstärke zurückkehren wird. Für Zusatzgeschäfte in neuen Märkten und Produktfeldern konnte das Familienunternehmen, das sich technologisch gut aufgestellt sieht, etliche Aufträge an Land ziehen.

Für den neuen Chevy Volt, der 2010 als erstes Elektroauto mit Range Extender auf den Markt kommt, liefert Eberspächer die Abgasanlage für den Benzinmotor und eine speziell für E-Fahrzeuge entwickelte Hochvoltheizung. Auch beim Opel Ampera, bei Hybridautos von Ford, Daimler und Nissan sind die Esslinger mit von der Partie. "Uns ist bewusst, dass wir nur mit Zusatzleistungen positive Zukunftschancen haben", so Peters.

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