Die Benefizaktion unserer Zeitung unterstützt Menschen, denen das Schicksal übel mitgespielt hat. Nun startet die 55. Aktion Weihnachten – machen Sie mit!
Es gibt keine gute Zeit, um arm zu sein. Aber jetzt sei „ein besonders schlechter Zeitpunkt“ für Bedürftige, meint Birgit Auer, die die Stadtmission bei der Evangelischen Gesellschaft (Eva) leitet und tagtäglich mit Menschen am Rand zu tun hat: mit armen Rentnern und Wohnungslosen, die sich selbst keine warme Mahlzeit zubereiten können. Sie blickt „mit Sorge“ auf die aktuellen Entwicklungen.
Im Stuttgarter Sozialetat stehen heftige Kürzungen an. Viele Millionen müssen eingespart werden, vor allem freiwillige Leistungen sollen wegfallen. Noch sind die Beschlüsse zum Haushalt im Gemeinderat nicht gefallen, aber alles deutet darauf hin, dass das soziale Netz, auf das man in Stuttgart immer mit Stolz geblickt hat, weniger engmaschig wird. Dabei wächst die Zahl der Bedürftigen: Derzeit haben nach Auskunft der Pressestelle der Stadt rund 75 500 Stuttgarterinnen und Stuttgarter eine Bonuscard, etwa 500 mehr als im Vorjahr. „Wir erleben eine Zunahme von Armut in der Bevölkerung“, sagt auch Christa Musch, die Abteilungsleiterin der Dienste für Menschen in Armut, Wohnungsnot und Migration bei der Eva. Sie befürchtet, dass es in Zukunft noch mehr Wohnungslose geben könnte.
Auch bei Evas Tisch der Stadtmission ist der Bedarf gestiegen. Rund 130 Essen werden werktags inzwischen bei dem Mittagstisch ausgegeben – 2023 waren es 80 Mittagessen pro Tag. Birgit Auer berichtet von einer „depressiven Stimmung“ bei den Klienten. Viele fühlten sich ausgegrenzt. „Der soziale Unmut nimmt zu“, ist der Eindruck der Diakonin und Sozialarbeiterin. Die Schere zwischen Arm und Reich gehe immer weiter auf. Wenn dann bei den Hilfen gekürzt werde, sei das „sozialer Sprengstoff“.
Aktion Weihnachten will gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern
Umso wichtiger sind Initiativen, die Hoffnung spenden und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Das versucht die Aktion Weihnachten, die nun wieder startet. Gegründet wurde die Benefizaktion vor 54 Jahren von der Lokalredaktion der Stuttgarter Nachrichten, inzwischen sind auch die Cannstatter Zeitung und der Böblinger Bote beteiligt. Die Basis der Aktion Weihnachten sind die großzügigen Spenden unserer Leserinnen und Leser sowie engagierter Unternehmen und Stiftungen aus Stuttgart und der Region. Sie ermöglichen es der Benefizaktion, Menschen, die eine Krise durchleben oder ein schweres Schicksal haben, unkompliziert und schnell zur Seite zu stehen.
In den kommenden Wochen bis Heiligabend können Sie jeden Tag im Lokalteil unserer Zeitung über einen Einzelfall eine Geschichte lesen, in dem die Aktion Weihnachten um Hilfe gebeten worden ist, weil zum Beispiel die Waschmaschine oder der Kühlschrank kaputt gegangen sind oder weil die Möbel aufgrund einer Räumung verloren zu gehen drohen. Es ist kein Zufall, dass viele der Geschichten von Alleinerziehenden handeln. Für diese benachteiligte Gruppe stellen die sozialen Träger, mit denen wir kooperieren und die die Bedürftigkeit für uns prüfen, weiterhin die meisten Spendenanträge.
Doch die Benefizaktion hilft Menschen in Not nicht nur über die Einzelfallhilfe, sondern auch, indem sie soziale Projekte fördert. Im vergangenen Jahr haben wir zum Beispiel dem Verein Funk den Kauf von Kinderrollatoren ermöglicht, die im Stuttgarter Olgahospital zum Einsatz kommen. Der KiFu-Kindertreff in der Neckarvorstadt hat eine neue Küche bekommen, die Albert-Schweitzer-Schule konnte ihre tiergestützte Pädagogik für Kinder mit emotionalem Förderbedarf ausbauen, und geflüchtete Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, bekommen nun gezielt über ein Projekt der Arbeiterwohlfahrt Stuttgart Hilfe. Auch in diesem Jahr möchten wir Ihnen einige ausgewählte Vorhaben vorstellen. An den nächsten Samstagen erfahren Sie in unserem Schaufenster zur Benefizaktion, welche Projekte wir finanzieren wollen: den Auftakt machen in genau einer Woche die Opferberatungsstellen des Vereins Seehaus.
Wir fördern die Opferberatungsstellen des Vereins Seehaus
Menschen mit Demenz sollen ebenfalls von der Benefizaktion profitieren. Wir wollen dem Klinikum Stuttgart unter anderem ermöglichen, ein besonderes Projekt umzusetzen: Die Behandler wollen Roboterkatzen einsetzen, weil diese eine positive Wirkung auf die betroffenen Patienten haben können.
Schließlich erfahren Sie in einer weiteren Geschichte mehr über die herausfordernde Arbeit, die im Café 72 in Bad Cannstatt geleistet wird, einer Anlaufstelle der Ambulanten Hilfe für schwer psychisch kranke Menschen, Drogenabhängige, Wohnungs- und Obdachlose sowie weitere Bedürftige. Die meisten Klienten bekommen keine Sozialleistungen. Als der Großküchenherd der kaputt ging, hat die Aktion Weihnachten natürlich schnell reagiert.
So können Sie spenden
Spende
Die Aktion Weihnachten freut sich über jede Spende. Erstmals kann man für die Benefizaktion auch ganz einfach online spenden. Über das Spendenportal stn-hilft.de kann man per Sepa-Lastschriftverfahren, über den Zahlungsdienstleister Paypal oder über die Kreditkarte die Spende tätigen. Man kann zudem auswählen, ob man einmalig oder wiederkehrend spenden möchte. Der Link zum Spendenportal: www.stn-hilft.de. Wer selbst überweisen möchte: die Kontonummern der Benefizaktion lauten Baden-Württembergische Bank, IBAN DE04 6005 0101 0002 3423 40, oder Schwäbische Bank, IBAN DE85 6002 0100 0000 0063 00. Aus Datenschutzgründen können wir leider die Spendernamen nicht mehr im Januar in der Zeitung abdrucken. Alle Artikel über die Aktion Weihnachten finden Sie hier.
Spendenkonten
Aktion Weihnachten e.V.
Baden-Württembergische Bank
IBAN DE04 6005 0101 0002 3423 40
BIC SOLADEST600
Schwäbische Bank
IBAN DE85 6002 0100 0000 0063 00
BIC SCHWDESSXXX
Verein »
So können Sie helfen »
Antragstellung »
Unterstützer »
Empfänger »
Kontakt »
Datenschutzerklärung »
Impressum »