Die Volleyballer des ASV Botnang haben sich nach dem Titelgewinn in der dritten Liga für den Aufstieg entschieden und nun auch die Lizenz erhalten. Fortan starten sie unter neuem Namen.
In der Vergangenheit haben die Volleyball-Männer des ASV Botnang häufig die sportlichen Voraussetzungen für den Aufstieg in die zweite Bundesliga geschaffen. Strukturell und organisatorisch haperte es aber, weshalb man bislang auf den Sprung nach oben verzichtet hat, vielmehr eine neuerliche Runde in der dritten Liga gedreht hat. Nicht so nach der abgelaufenen, sechsten Drittliga-Saison, in der der Titelgewinn gelang. Der Verein hat schon die gesamte Spielzeit über die nötigen Strukturen aufgebaut und die Lizenz fristgerecht Anfang Mai beantragt, sie bekommen und spielt nun offiziell in der 2. Bundesliga Süd – dies mit einer zusätzlichen Neuerung.
Ändern wird sich der eigentliche Name ASV Botnang. Das Team startet künftig unter „Keiler Volleys Stuttgart“. Ziel sei es, den Volleyballstandort Stuttgart künftig auch überregional sichtbarer zu machen, sagt der Kapitän und Abteilungsleiter Lukas Beckebans.
ASV Botnang schlägt künftig unter Keiler Volleys Stuttgart auf
Die eigene Identität geht dem Klub aus dem Stuttgarter Westen damit aber nicht verloren. Keiler nannten sich die ASV-Volleyballer bereits und dies bleibt auch Herzstück des Namens und trägt „die Botnanger Tradition künftig weit über die Stadtgrenzen hinaus“, so der 36-jährige Beckebans. Generell habe der Großteil der Abteilung „Bock auf die zweite Liga“. Das sehe man an der Vielzahl an Ehrenamtlichen, die bereit seien, das Projekt tatkräftig zu unterstützen.
Die kommende Zweitliga-Saison, die am zweiten September-Wochenende beginnen und mit 13 Mannschaften bestückt sein wird und eine Etatsteigerung um rund 50 Prozent für die Botnanger bedeute, ist laut Beckebans finanziell abgesichert. Mehr noch: Man stehe noch mit weiteren Sponsoren in Verhandlungen.
ASV Botnang mit Übergangslösung in der 2. Volleyball-Bundesliga
Beim Verband ging der Lizenzantrag auch ohne Beanstandungen durch – jedoch mit einer Ausnahmeregelung in Bezug auf die heimische Spielstätte. Die Ballsporthalle Botnang entspricht mit einer Zuschauer-Kapazität von 199 nicht den Zweitliga-Anforderungen. Das Fassungsvermögen muss mindestens 250 betragen. Darüber hinaus ist auf dieser Spielebene ein komplett eingefärbtes Spielfeld notwendig – Fehlanzeige in der Ballsporthalle. Gemeinsam mit dem Amt für Sport und Bewegung suche man aber nach einer Lösung für die übernächste Saison, sagt Beckebans. Denn die zweite Liga soll keine einmalige Angelegenheit bleiben, vielmehr „wollen wir hier was Nachhaltiges schaffen“.
Dementsprechend steht im ersten Zweitliga-Jahr der Klassenverbleib im Vordergrund. Dazu will der Großteil der Meistermannschaft beitragen, neue Akteure beziehungsweise Verstärkungen wird es auch geben. Es gebe einige Anfragen von interessanten Spielern, fix sei aber noch nichts.
Fix ist indes die Trainerposition. Nachdem der Verein „Ja“ zum Aufstieg gesagt hat, hat auch der Coach Kim Knaupp für ein weiteres Jahr „Ja“ zum ASV Botnang beziehungsweise den „Keiler Volleys Stuttgart“ gesagt.