Einer geht, einer bleibt: Lutz Meschke (links) und Albrecht Reimold sind für Porsche gemeinsam in den VfB-Aufsichtsrat eingezogen. Jetzt trennen sich auch hier die Wege. Foto: Baumann

Der frühere Topmanager des Sportwagenherstellers scheidet bekanntlich aus dem VfB-Kontrollgremium aus. Robert Ader folgt ihm nach, doch in den Präsidialausschuss rückt ein anderer auf.

Lutz Meschkes Nachfolge im Aufsichtsrat des VfB Stuttgart ist geklärt. Nach Informationen unserer Redaktion entsendet der Anteilseigner Porsche künftig Robert Ader in das Kontrollgremium des Fußball-Bundesligisten. Das wurde mittlerweile bestätigt. Meschke, der den Einstieg des Sportwagenherstellers als VfB-Investor maßgeblich vorangetrieben hatte, scheidet bekanntlich zum Jahresende aus.

 

Ader fungiert in Zuffenhausen seit einigen Monaten als sogenannter Porsche-Chef Deutschland. Offiziell heißt das: Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Deutschland GmbH. Damit sitzt weiter ein Topmanager des Automobilunternehmens im VfB-Aufsichtsrat, wenngleich der 50-jährige Marketing- und Vertriebsexperte nicht wie einst Meschke zu Beginn seines VfB-Engagements dem Vorstand der Porsche AG angehört.

Aus der obersten Führungsebene vertritt weiterhin Albrecht Reimold (Produktion) den Sportwagenbauer im VfB-Aufsichtsrat. Er rückt zudem in den Präsidialausschuss auf. Bisher bildete der frühere Finanzvorstand Meschke mit Vereinspräsident und Aufsichtsratschef Dietmar Allgaier sowie dem Mercedes-Mann Franz Reiner (Vorstandsvorsitzender Mercedes-Benz Mobility AG) die schnelle Eingreiftruppe auf dieser Ebene beim Pokalsieger.

Allerdings verlässt auch Reiner auf eigenen Wunsch das Kontrollgremium der Fußball AG. Für ihn hat das Unternehmen mit dem Stern bereits in Michael René Eisenmann (Vice President Sales Controlling Mercedes-Benz Cars) den Nachfolger benannt. Damit dürfte das Stühlerücken vorerst beendet sein, denn der VfB-Aufsichtsrat ist wieder komplett. „Wir sind sehr froh, dass wir in Michael René Eisenmann und Robert Ader nicht nur Fachleute in zwei für uns äußerst relevanten Themenbereichen auf Topniveau zukünftig im Aufsichtsrat haben, sondern auch absolute Vollblut-VfBler und versierte Manager“, erklärte VfB-Präsident Allgaier.