Viel Post ist derzeit in ein Hamburger Krankenhaus unterwegs (Symbolbild). Foto: dpa

Ein Schlaganfall-Patient in Hamburg darf sich auf zahlreiche Postkarten freuen: Sein Sohn hat auf Twitter dazu aufgerufen, ihm Karten zu schicken.

Hamburg - Nach einem Schlaganfall vor zweieinhalb Wochen wird Reinhard Beeck Monate im Krankenhaus verbringen müssen. Eine lange Zeit, in der sich schnell Langeweile breit machen kann. Dieser Langeweile versucht sein Sohn, Torsten Beeck, entgegenzuwirken. Auf Twitter rief Beeck, der als Head of Social Media bei Spiegel Online arbeitet, dazu auf, an seinen Vater Postkarten zu senden.

Torsten Beeck erklärt auf Anfrage: „Ich hatte eine Woche Urlaub in den Bergen gebucht, war aber unsicher, ob das in dieser Situation eine gute Idee ist, wollte aber meinen Töchtern auch nicht den Urlaub verderben.“ Eigentlich wollte er gemeinsam mit den Kindern jeden Tag eine Postkarte schreiben, musste aber feststellen: „Whatsapp hat die Ansichtskarte getötet – man bekommt quasi keine mehr.“

Daraus entstand die Idee, auf Hilfe aus dem Internet zurückzugreifen. Und auf diese können Vater und Sohn zählen. Die Aufforderung wurde knapp 1500 Mal in dem sozialen Netzwerk geteilt. Etliche Nutzer teilten zudem Bilder ihrer Karten auf dem Weg nach Hamburg. Nach Auskunft des Albertinen-Krankenhauses erreichten die ersten Genesungswünsche heute bereits die Hansestadt.

Sein Vater sei noch etwas skeptisch, so Torsten Beeck: „Ich hoffe, er hat Spaß und ein Thema, dass das Gehirn in den nächsten Tagen fordert. So gut man sich um ihn kümmert: im Krankenhaus ist es nun mal schrecklich langweilig.“

Erfreut zeigte sich Beeck über die Resonanz auf den Tweet: „Ich habe schon damit gerechnet, dass ein paar Leute mitmachen, aber das am Ende mehr als eine Millionen Menschen das Posting sehen, hat mich dann doch auch ein wenig überrascht.“

Wer sich den Genesungswünschen ebenfalls anschließen möchte, kann an diese Adresse schreiben:

Reinhard Beeck

c/o Albertinen-Krankenhaus

Süntelstraße 11a

22457 Hamburg

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