Heinz ist wieder ein ganzer Kerl. Foto: Rosar

Einige Tag ist die Polizei um einen „Beamten“ dezimiert gewesen. Jetzt ist das Maskottchen Heinz wieder da, was auch in Göppingen erfreut registriert wurde.

Ravensburg/Göppingen - Vor Wochenfrist ist in Ravensburg ein Polizist entführt worden. Besondere Kennzeichen: etwa 1,50 Meter groß, stumm, aus Vollplastik – und kopflos. Besser gesagt wurde das Haupt von Heinz, mit ganzem Namen Heinz 1.0, rasch wieder aufgefunden, nachdem zunächst unbekannte Diebe die überdimensionierte Playmobil-Figur auf der Bildungsmesse in der Oberschwabenhalle trickreich gestohlen und sich mit dieser aus dem Staub gemacht hatten. Inzwischen ist der Körper von Heinz auch wieder da, was für echte Erleichterung sorgt. Denn einen Heinz, gemeinhin als Polizei-Maskottchen apostrophiert, gibt es im Ländle nur dreimal. Entsprechend umfangreich war die Fahndung, ehe ein Zeuge das leicht ramponierte Corpus Delicti unter einem Balkon in Ravensburg entdeckte. Zugleich konnten die Ermittler einen der schlimmen Tat dringend Verdächtigen schnappen. Warum das unblutige Ende des Körper-Kidnapping ausgerechnet im fernen Göppingen erfreut zur Kenntnis genommen wurde, ist schnell erklärt. Just der entführte Heinz ist auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei stationiert, genauer gesagt in einer Außenstelle des Präsidiums Technik, Logistik und Service. Sein Vorgesetzter heißt Alfons Rohner und der war bereits am Mittwoch davon überzeugt, dass seine oberschwäbischen Kollegen ihm seinen Kunststoffkollegen wiederbringen würden. Die Schürfwunden und Beulen, die Heinz erlitten hat, hält Rohner für reparabel. Ganz so flott wird’s aber nicht gehen, so dass für eine anstehende Bildungsmesse der Heinz aus Böblingen ausgeliehen werden musste. Dieser soll, so hört man, Playmobil-Personenschutz, erhalten.

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