Der Vorsitzende des Vorstands Wieland Backes. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Mit einem Frühstück auf der Konrad-Adenauer-Straße wollte die Initiative „Aufbruch Stuttgart“ ein Zeichen gegen den trennenden Autoverkehr setzen – doch es scheitert am Geld.

Stuttgart - Die Genehmigung wäre kein Problem, die Kosten schon: Die Bürgerinitiative „Aufbruch Stuttgart“ verzichtet auf die geplanten Sperrung der autobahnähnlichen Konrad-Adenauer-Straße für ein Kulturfrühstück am 2. Juli. Einige Tausender hätte man sich das Projekt kosten lassen, sagte der Vorsitzende des Vorstands, der TV-Moderator Wieland Backes, der Deutschen Presse-Agentur. „Aber Kosten von bis zu 100 000 Euro sind für uns nicht darstellbar.“ Man werde sich eine andere „hochinteressante Geschichte“ ausdenken.

Die Sperrung der Konrad-Adenauer-Straße sollte allen Stuttgartern zeigen, wie schön es sein könnte, ohne den trennenden Autoverkehr zwischen Opernhaus und Innenstadt auf der einen sowie Staatsgalerie, Haus der Geschichte und Stadtmuseum auf der anderen wandeln zu können. Es sollte das erste Ausrufezeichen der Initiative sein, die sich im März um eine ganze Reihe prominenter Kulturschaffender gegründet hatte. Inzwischen hat sie über 400 Mitglieder.

Überwindung der Adenauer-Straße als Barriere

Der Verein will sich mit Impulsen in die Stadtentwicklung einmischen, um zu einem positiveren Image der Landeshauptstadt beizutragen, hieß es. Ein erstes wichtiges Ziel ist die Überwindung der Adenauer-Straße als Barriere mitten in der Stadt. Diese müsse zu einer lebendigen Kulturmeile werden. Die Initiatoren stören sich an den Bausünden der Vergangenheit. Stuttgart sei mehr als eine Auto-, Stau- und Feinstaubstadt mit dem strittigen Bauprojekt Stuttgart 21.

Zum Vorstand des „Aufbruchs“ gehören neben Backes die Direktorin des Kunstmuseums, Ulrike Groos, der Architekt Arno Lederer, die Direktorin des Landesmuseums Württemberg, Cornelia Ewigleben, sowie Orchesterdirektor Felix P. Fischer.

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