Die Schlagersängerin aus Kleinaspach Andrea Berg hat Herzkissen für die Benefizaktion signiert. Foto: RKH/dpa

Ein besonderer Stand der Selbsthilfegruppe „Frauen nach Krebs“ ist am Samstag Teil des Ludwigsburger Wochenmarkts.

Zum 20-jährigen Bestehen des Brustkrebszentrums Ludwigsburg-Bietigheim und aus Anlass des Brustkrebsmonats Oktober veranstalten die RKH Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim mit der Selbsthilfegruppe „Frauen nach Krebs Ludwigsburg“ eine Aktion. Am Samstag, 25. Oktober, von 9 bis 13 Uhr, werden am Stand der Selbsthilfegruppe auf dem Wochenmarkt am Ludwigsburger Marktplatz Herzkissen gegen eine Spende abgegeben. Das teilt die RKH mit. Der Erlös kommt der Selbsthilfegruppe zugute. Die Herzkissen sind mit einem Autogramm von Sängerin Andrea Berg versehen, die sich für die Aktion engagiert.

 

Zugleich informieren am Info-Stand Prof. Sebastian Berlit, Ärztlicher Direktor des Zentrums für Frauengesundheit, und Claudia Hänle, ärztliche Leiterin des Brustkrebszentrums, über Brustkrebs, Vorsorge, Diagnostik und Therapie.

Praktische Unterstützung und Symbol

Die Idee der Herzkissen wurde von Selbsthilfegruppen geboren und ist inzwischen bundesweit verbreitet: Die Herzkissen werden ehrenamtlich genäht und oft nach Brust-OPs an Betroffene verschenkt. Sie haben einen zweifachen Nutzen: Sie können unter den Arm geklemmt werden und entlasten die Wunde, mindern Druck, Reibung und Schmerzen in der Achselregion und unterstützen den Lymphabfluss. Die Kissen sind aber auch ein Zeichen von Solidarität, Trost und Begleitung – sie sollen zeigen: „Du bist nicht allein.“

Brustkrebs ist die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland: Jährlich werden etwa 69.000 Fälle diagnostiziert. Prognosen zufolge erkrankt etwa jede achte Frau an Brustkrebs. Der Umgang mit Brustkrebs ist komplex – hier setzt die Zertifizierung eines Brustkrebszentrums durch die Deutsche Krebsgesellschaft an.

Rund 300 Patientinnen im Jahr

Eine solche Einrichtung erfüllt strenge Qualitätsanforderungen: jährliche Mindestfallzahlen, Beteiligung aller relevanten Fachrichtungen wie Gynäkologie, Chirurgie, Radiologie, Pathologie, Onkologie, Psychoonkologie, fachübergreifende Konferenzen zur Besprechung jedes einzelnen Falls oder auch Überprüfungen durch externe Gutachter, um Standards weiterzuentwickeln. Im Zentrum Ludwigsburg-Bietigheim werden jährlich rund 300 Patientinnen mit Brustkrebs behandelt.

Studien zeigen laut RKH-Mitteilung, dass eine Behandlung in zertifizierten Zentren mit besserem Überleben, weniger Komplikationen und höherer operativer Sicherheit verbunden ist.