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Harald Jauch aus Ditzingen greift einen Hinweis auf einen Nachtisch auf, der als Schneeballen bekannt ist.

Stuttgart - Leser Harald Jauch aus Ditzingen greift einen Hinweis auf einen Nachtisch auf, der als Schneeballen bekannt ist. Die Köstlichkeit, so weiß Harald Jauch, ist bessarabischer Herkunft. Das Rezept liefert er gleich mit. „Man benötigt dazu:

1 l Milch

6 Eier

5 EL Zucker

2 Vanillezucker

Die Zubereitung ist ganz einfach: Steif geschlagenes Eiweiß löffelweise auf ­kochender Milch ziehen lassen (drei bis vier Minuten). Danach die Schneeballen auf Vanillesoße servieren – lecker und ­dekorativ.“

Von Leserin Carmen Rothermel stammt dieser schöne Beitrag: „Als gebürtige rheinische Frohnatur kam ich vor 28 Jahren ins Ländle und hab’ anfangs ganz schön dumm geguckt. Der hiesige Humor ist total anders als mein heimatlicher. Viele der Missverständnisse, die in ,Auf gut Schwäbisch‘ beschrieben wurden, habe ich selbst erlebt. Doch inzwischen verstehe ich die Leut’ und schwätz’ auch Schwäbisch, aber natürlich ein Gelerntes.

Neulich sagte ein alteingesessener Schwabe zu mir: ,Also Sie, Frau Rothermel, des muess i emol sage: Enzwesche ka mr’s ahorche, wenn Sie schwäddsed!‘ Da war ich ordentlich stolz. Bei meiner Arbeit mit alten Menschen haben mir die Schwäbischkenntnisse sehr geholfen.

Nun zu meiner Geschichte: In der ­Nufringer Metzgerei hielt ein Kunde nach seinem Einkauf noch ein Schwätzle mit den Verkäuferinnen. Er versicherte ihnen: ,Ha i deng emmer an euch. I hau emmer e Metzgereiverkäuferin welle heirade!‘ Fragt eine der Verkäuferinnen: ,Ond, was isch dei Frau von Beruf?‘ ,Ha, Lohnbuchhalterin isch se!‘ Da erwidert die Verkäuferin mit hörbarem Berufsstolz: ,Ha, von de Akta kasch halt net rabeiße!‘“

Im Nachgang zur Fußball-Europameisterschaft noch dieser humorige Beitrag von Leser Theodor Konzelmann aus Schwaikheim: „Ich erinnere mich gerne an ein Erlebnis im Jahr 1942 oder 1943. Mein 15 Jahre älterer Bruder bekam als Offizier Heimaturlaub und nahm mich zu einem Länderspiel ins Stadion nach Bad Cannstatt mit. Vor uns standen ein paar Soldaten, die als Zuschauer das Spiel kommentierten: ,Wenn der abgeba hed . . ., wenn der gschossa hed . . ., wenn der net abseids gwesa wär’ . . .,‘ und so weiter. Darauf sagte mein Bruder: ,Ond wenn mai Dande a Spitzle hed, no wär’s mei Onkel!‘“

Leserin Elise Deuschle hatte sich nach der Bedeutung eines schwäbischen Spruches erkundigt: „Der hot’s ganz Gerstle versilbert.“ Rat weiß Leserin Christa Dietz aus Ötisheim. Sie schreibt: „Den Spruch kenne ich etwas anders: ,Der hot sei ganz Kärstle (Hab und Gut) versoffa.‘“ Sie fügt hinzu: „Karst steht für ein Gerät zum Haken. Die Kleinbauern hatten ja früher nicht viele Gerätschaften. Es hat also nichts mit Gerste zu tun.“ Vielen Dank für diesen Hinweis. Der Spruch des Tages lautet: „Dr Baur hot a Sau am Strick, will er fiersche, lauft se zrick, will er lenks, no goht se rechts, isch des amol a Viech a schlechts.“ (U.  Veith)

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