Stuttgarter Kickers vor dem Fernsehturm Foto: Pressefoto Baumann

Die heutige Schwäbisch-Spalte gehört wieder einmal dem Kindermund. Einige Beiträge aus unserer großen Sammlung.

Stuttgart - Die heutige Schwäbisch-Spalte gehört wieder einmal dem Kindermund. Einige Beiträge aus unserer großen Sammlung:

Den Anfang macht ein Beitrag von Dieter Kittelberger aus Altdorf: „Anlässlich eines Besuchs des noch jungen Stuttgarter Fernsehturms fragte mein kleiner Vetter Walter, Jahrgang 1963, nach dem Erreichen des Parkplatzes und dem Blick auf den hoch emporragenden Fernsehturm: „Fahrrad mr do ganz nuff bis zu dera Bix (Dose)?‘“

Hermine Kelber schreibt: „Meine Tochter Manuela, damals vier Jahre alt, kam vom Kindergarten heim und erzählte freudig. ,Heut hot die Dante Doris a ganz schöne Gschicht verzählt aus der Bibel – des isch so a Buach, wo du au hoscht. Aber halt älles vom Herr Gott – gar nix von der Frau Gott.‘“

Aus Mühlacker schreibt Marlies Fessler: „Vor vielen Jahren gab es im Süddeutschen Rundfunk morgens die Hausfrauensendung mit dem von mir verehrten, leider zu früh verstorbenen Hermann Haarmann, der am Telefon morgens immer die musikalischen Wünsche seiner ,lieben verehrten Hausfrauen‘ erfüllte und sich aus dem Schallarchiv bediente, weil das digitale Zeitalter in den siebziger Jahren noch nicht angebrochen war. Zu der Zeit sang Heino seinen Schlager ,Mohikana Shalali‘. Mein sangesfroher dreijähriger Sohn Achim krähte fröhlich mit ,Monika vom Schallarchiv‘ mit, denn seine neugeborene Schwester hieß Monika und stellte mit ihrem Geschrei auch ein Schallarchiv dar.“

Hildegard Jerke aus Leinfelden-Echterdingen erzählt: „In den Kriegsjahren wurden Kinder aus dem Rheinland und aus dem Ruhrgebiet ins Schwäbische geschickt, wo damals alles noch sicherer war. Einmal in der Woche durften die Kinder nach Hause schreiben, da schrieb ein Bub Folgendes:

,Liebe Mama, es geht mir gut, die Leute sind sehr nett zu mir. Leider bin ich der Einzige, der Deutsch kann, die sprechen in der Klasse alle ausländisch. Ich kann sie nicht verstehen.‘ Nach ein paar Wochen schrieb er wieder: ‚Nun kann ich diese Fremdsprache schon ganz gut verstehen und sprechen.‘“ Der schwäbische Spruch des Tages kommt von Helga Bäuerle aus Murr. „Manche Menschen können ja schon jammern, wenn sie nur ein bisschen etwas geschafft haben. Dafür gab es den Spruch: ,Der duat grad, wie wnr dr Ölberg nore gschoba hät.‘“

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