Hemdkragen Foto: dpa

Leserin Luise Bühl aus Leinfelden-Echterdingen steuert heute diesen Spruch bei.

Stuttgart - Bevor wir zum heutigen Rezept – „Grießstepperla“ (gebackene Grießschnitten) – kommen, noch einige Vorbemerkungen beziehungsweise Nachträge. Leser Horst Bauer aus Aidlingen berichtet: „Mit meinem Schwager ging ich einmal über den Calwer Marktplatz. Da kam uns eine Frau entgegen mit einem stattlichen Kropf am Hals. Als wir an der Frau vorbeigingen, sagte mein Schwager ganz trocken: ,Ja, ja, erscht acht Dag em G’sangverei ond scho’ sooo Muskla!‘“

Leserin Luise Bühl aus Leinfelden-Echterdingen steuert diesen Spruch bei: „Wenn jemand eine vermeintlich große Tat begangen hat und dafür gelobt wird, sagt er: ,Ja, Leit wia mir, Kragaweite 104 ond erscht koin Kropf.‘“

Zum Thema zähes Rindfleisch bemerkt Leserin Annerose Wenger aus Leinfelden- Echterdingen: „Wenn man früher Rindfleisch gekocht oder gebraten hat und dieses lange nicht weich wurde, sagte meine Ahne immer: ,Des Floisch ischt vora gsonda Kuah, dui hot a hauchs Alter ghet!‘“

Und nun zu den „Grießstepperla“, zu denen wir etliche Rezeptvorschläge erhalten haben. So von Leserin Marlies Faigle aus Kornwestheim. Sie verwendet dazu: „1 Liter Milch, 250 g Grieß, Salz, 1 Ei. Und so geht’s: Brei kochen, das Ei einrühren. Auf ein nasses Brett schütten und fingerdick auswellen. Nach dem Erkalten beliebig große Vierecke schneiden. In heißem Fett goldbraun ausbacken. Salat nach Wahl.“ Entnommen hat sie dieses Rezept dem Kochbuch „Kochen und Backen nach Grundrezepten“ von Luise Haarer. Leserin Ingeborg Maute verfährt nach demselben Rezept, fügt aber hinzu: „Unsere Mutter hat die Schnitten vor dem Backen noch in einem zerquirlten, leicht gesüßten Ei gewendet und dann rausgebacken. Dazu gab es dann noch eingemachtes Obst. Das hat klasse geschmeckt – warm und kalt.“

Leserin Eva Kegel fand im Kochbuch ihrer Mutter folgendes Rezept: „Zutaten: ½ l Milch, ½ l Wasser, 2 Brötchen, 250g Grieß, Salz, 50g Pflanzenfett. Zubereitung: Die Brötchen in Scheiben scheiden, mit dem Grieß in die kochende Flüssigkeit tun (Milch und Wasser) und zu einem dicken Brei kochen, würzen, mit einem Kaffeelöffel Klöße abstechen, nach dem Abkühlen in Fett braun backen.“

Aus Oberriexingen schreibt Leserin Else Merkel: „Zu den Grießstepperle habe ich Ihnen ein Rezept meiner Mutter (Jahrgang 1896). Man kocht aus Milch und Hartweizengrieß (leicht salzen) einen festen Brei und lässt diesen etwas abkühlen. Dann rührt man 1 bis 2 Eier drunter. Den Brei streicht man auf ein Schneidebrett (vorher kalt abspülen) ca. 1,5 cm hoch und lässt ihn dann 2 Stunden abkühlen. Dann schneidet man Schnitten (ungefähr 9 mal 6 Zentimeter) und bäckt diese in heißem Fett goldbraun aus. Dazu serviert man einen schwäbischen, schlonzigen Kartoffelsalat – einfach köstlich!“ Dank auch an Leser Gerhard Brose aus Stuttgart für einen weiteren Rezeptvorschlag. Der Spruch des Tages kommt von Leser Heinz Albert aus Mutlangen: „Wie sagte die sparsame Hausfrau, als eine Maus in ihren Sahnetopf fiel: „Agschleckt wirscht au, wenn no so zappelscht!“