Eier sind nur ein Bestandteil des Omnibuskuchens Foto: dpa

Inge Stoll fand dieser Tage in einem alten Kochbuch ein leeres Backpulver-Güggle. Darauf ist ein Rezept für einen ,Omnibuskuchen‘ von 1954 vermerkt.

Stuttgart - Inge Stoll aus Stuttgart fand dieser Tage in einem alten Kochbuch ein leeres Backpulver-Güggle. Darauf ist ein Rezept für einen ,Omnibuskuchen‘ von 1954 vermerkt. Es handelt sich um einen Geburtstagskuchen für einen kleinen Buben.

Zutaten:

200 gr Margarine (oder Butter)

250 gr Zucker

3 Eier

½ Fl Backöl Zitrone

etwas Salz

1 Packung Vanille Pudding-Pulver

etwa ¼ Ltr. Milch

450 gr Mehl und 1 Pack. Backpulver

65 gr gehackte, abgezogene Mandeln

50 gr Rosinen

Zubereitung:

Das Fett schaumig rühren und nach und nach Zucker, Eier, Gewürze und das mit drei Esslöffeln Milch angerührte Puddingpulver hinzugeben. Das mit Backpulver gemischte Mehl abwechselnd mit so viel Milch unterrühren, dass der Teig schwer vom Löffel fällt. Mandeln und gewaschene Rosinen zuletzt unter den Teig heben, ihn in eine gut gefettete Napfkuchenform füllen. Backzeit: etwa 70 Minuten bei schwacher Mittelhitze.“

Bembemberlesstein, die Letzte. Albrecht Hartmann aus Schwäbisch Gmünd gibt abschließend zur Kenntnis: „In den Wäldern bei Lorch gibt es zum einen den ,Bemberlesstein‘ – so werden die Grundmauern eines ehemaligen römischen Wachturms genannt. Zum andern gibt es den ,Bembemberlesstein‘ – ein reines Felsengebilde. Zunächst zum Wachturm: Er liegt auf einer Anhöhe und wurde bereits im Jahr 1877 untersucht. Er besaß einen quadratischen Grundriss mit 4,4 m Seitenlänge. Die Restaurierung erfolgte im Jahr 1971. Man fand mehrere Tonscherben und einen Teil einer Statue, von der man annimmt, es handelt sich um ein Abbild der Göttin Fortuna. Bei den Ausgrabungen fand sich auch Keramik, die aus der Zeit der Goten stammt und ein Skelett, welches im Inneren des Turmes gefunden wurde. Das Alter und die Herkunft ist bis dato unbekannt.

Beim Fels namens ,Bembemberlesstein‘ handelt sich um ein großes Sandsteingebilde mit zahlreichen Vertiefungen. ,Bempere‘ heißt altschwäbisch ,klopfen wie mit einem kleinen Hammer‘ – vielleicht ein Hinweis auf die Löcher im Stein.“

Barbara Bartsch kennt den Begriff ,äschdemiere‘ („Auf gut Schwäbsich“ vom 9. März) in einer anderen Bedeutung – nämlich im Sinne von ‚anregen’: „Mein Vater erzählte immer von einem Klavierlehrer, der sich von seinem Spiel nicht ,ästimiert‘ fühlte.‘ Der schwäbische Spruch des Tages kommt von Gerhard Noller aus Stuttgart-Gaisburg. Er schreibt: „Bei Menschen sowie bei Fahrzeugen, die schon etwa ins Alter gekommen sind, sagte meine Mutter stets: ,Bua, ois muasch dr merga: dia klepprichschte Kärra fahret am längschda.‘“

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