Weihnachtszeit Foto: dpa

Von Leserin Herta Pfau aus Leutenbach stammt das folgende Gedicht zum Thema Weihnachtsbowle.

Stuttgart - Silvia Weber aus Murrhardt macht eine Ergänzung zu ihrem Rezept von den „herzhaften Griebenplätzle“ („Auf gut Schwäbisch vom 30. Oktober): „Eine wichtige Zutat, nämlich zwei Eier, habe ich vergessen aufzuschreiben. Hier nochmals das vollständige Rezept: 200 g Grieben, 500 g Mehl, 1–2 Teelöffel Salz, 2 Eier, 50 – 80 g geriebenenen Käse (Grana Pardano), 200 g geriebenen Emmentaler oder Mozzarella, Pizzakräuter, eventl. 1 TL Backpulver. Sofern man selbst ausgelassene Grieben verwendet, sollte man noch etwas Fett, Margarine oder Butter, hinzufügen.“

Von Herta Pfau aus Leutenbach stammt das folgende Gedicht:

Weihnachtsbowle

D’ Hausfrau isch an Weihnachta

druff bedacht, wenn B’suach kommt,

dass se no a Bowl macht.

Denn siea hot schoo lang entdeckt,

wia gut a Weihnachtsbowle schmeckt.

Drzua braucht se en guata Wei

ond verschiedene Früchtla noo dranei.

Dees kommt elles in a Glasgefäß

– ond noo a Fläschle Sekt, des net zu räß.

Manchmol au noo an Schucker Rum,

und hinterher do rührt sie’s kräftig um.

Hot sie’s umg’rührt,

wird öfters drvoo probiert.

Dees Probiea hot zur Folge g’hett,

se war zum Maa jetzt b’sonders nett.

Se hot ehm emmer wieder

a Glas ei’gschenkt

ond nemme an d’ Verwandtschaft denkt.

Der Inhalt hot no schnell ab’gnomma,

weil dr B’suach auch isch so lang

net komma.

Zwoi Stund später fahrt a Auto her,

d’rweilscht isch d’ Bowleschüssel leer.

’s Fraule ond ihr Maa,

vom Alkohol ganz heiter,

saget sich, ’s isch vielleicht g’scheiter,

mir machet’s Licht aus ond deant so,

als wär bei ons heut’ niemand do.

Se lasset dr B’suach vor dr

Haustüra schella

ond dr Hund em Körble bella.

Se legat sich miad ond z’frieda

nei ens Bett ond send sich einig:

Au ohne B’suach isch’s ell’s ganz nett.“

Inge Stoll aus Stuttgart hat sich von den sprechenden Guatsele aus der vergangenen Woche inspirieren lassen. Sie schreibt: „Wenn meine Guatsle schwätza könnded, sag’s Euch jetzd au ganz o’scheniert, mit manche schwarze Breedle ha i mi ganz schee blamiert. Bei de Budder-Sle – gern gegessa – ha meischdens dr Budder i vergessa. Bei de Zemstern, so an Stuss, g’fehlt dr guade Zuckerguss. D’ Sprengerle – hart wiwa Stei’. Zum Donkga goht’s grad no en ‚Wei’. Makrönle, Ausstecherle, Kipfel – oh wie lecker, dia kauf i stets gern beima Bäcker. Doch seit a paar Johr isch’s nemme nötig, meine Töchter send zu mir arg gnädig, bachad mir die tollschde Bredle.“ Der Spruch des Tages ist ein Sprüchle; es kommt von Irmgard Abt aus Steinenbronn. Sie zitiert aus einem Weihnachtsbuch von Edi Graf: „Christkendle, Christkendle, komm zu uns herei! Mir hand a’ frisches Heubündele ond au a guets Gläsele Wei’. A Bündele fürs Esele, fürs Kindele a Gläsele. Ond betta kennet mr aus.“

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