Auf der Waldebene Ost und in ganz Stuttgart Trimm-Dich-Pfade bekommen Fallschutz

Von Jürgen Brand 

Die Reck-Station auf der Waldebene  ist zurzeit Foto: Jürgen Brand
Die Reck-Station auf der Waldebene ist zurzeit Foto: Jürgen Brand

Die Reckstangen-Station des Trimm-Dich-Pfades auf der Waldebene Ost ist zurzeit gesperrt. Dort wird – wie an allen Fitness-Parcours im ganzen Stadtgebiet – ein Kiesbett als Fallschutz eingebaut. Der Anlass für den Umbau ist eine veränderte Rechtslage.

S-Ost - Egal, ob sie Trimm-Dich-Pfad oder Fitness-Parcours genannt werden – die entsprechenden Anlagen im Gebiet der Landeshauptstadt erfreuen sich offenbar großer Beliebtheit. Das hat das für die Anlagen zuständige Garten-, Friedhofs- und Forstamt in den vergangenen Wochen durch zahlreiche Anrufe von sportbegeisterten Nutzern dieser Einrichtungen erst so richtig gemerkt. Viele Anrufer protestierten dagegen, dass an allen Parcours die Reckstangen abmontiert und diese Stationen abgesperrt und nicht nutzbar waren. Auch beim Parcours auf der Waldebene Ost ist die Fitness-Station im Wald oberhalb des Waldheims Raichberg mit rot-weißen Bändern abgesperrt.

DIN-Normen wie für Spielplätze

Der Grund für die Arbeiten sei eine neue Einstufung dieser Pfade, sagt Hagen Dilling vom Forstamt. Nach entsprechenden Urteilen von Gerichten und amtsinternen Diskussionen werden die Fitness-Parcours jetzt nach denselben DIN-Vorgaben überprüft, die auch für Kinderspielplätze gelten. Dort muss es im Boden unter solchen Reckstangen einen entsprechenden Fallschutz geben. Gibt es den nicht und es fällt jemand herunter, droht schlimmstenfalls eine Schadenersatzklage.

Kiesbett als Fallschutz

Stadtweit werden jetzt die Reckstangen-Stationen der Trimm-dich-Pfade gesperrt, die Stangen entfernt, und ein neuer Untergrund wird geschaffen, der eventuelle Stürze dämpfen soll. Im Fall der Waldebene Ost haben sich die Fachleute für ein sogenanntes Kiesbett entschieden. Dafür muss der Boden um die Stationen ein Stück ausgehoben, der Untergrund stabilisiert und die Fläche dann mit Kies aufgefüllt werden. „Dann sind wir rechtlich auf der sicheren Seite“, sagt Hagen Dilling.

Die Sanierung aller Reckstangen-Stationen in der Stadt kostet insgesamt rund 5000 Euro. Auf der Waldebene Ost oberhalb von Gaisburg sollen die Arbeiten bis zu den Ferien beendet sein. Dann beginnt auf dem nahen Sportgelände des SV Gablenberg die erste Waldheimfreizeit.

Redaktion Stuttgart-Ost

Ansprechpartner
Jürgen Brand
s-ost@stz.zgs.de

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