Die Polizei und weitere Einsatzkräfte hatten Probleme zu dem Unfall auf der A8 bei Aichelberg zu gelangen, da die Rettungsgasse nicht eingehalten wurde (Symbolbild). Foto: dpa/Stefan Puchner

Ein Lastwagen-Fahrer übersieht auf der A8 ein Stauende und kracht in einen Tieflader. Die Bergung gestaltet sich schwierig, auch weil die Einsatzkräfte mit einer fehlenden Rettungsgasse und Gaffern zu kämpfen haben.

Aichelberg - Weil der Fahrer eines Sattelzugs einen Stau auf der Autobahn 8 bei Aichelberg (Kreis Göppingen) am Donnerstag zu spät bemerkt hat, ist es zu einem schweren Unfall gekommen. Zudem hat die Ladung sowie ausgelaufenes Öl und Kühlwasser zu einer aufwendigen Bergung und einem langen Stau geführt. Doch die Polizei hatte auch mit der fehlenden Rettungsgasse zu kämpfen.

Laut Polizei war der Fahrer eines Tiefladers gegen 15.45 Uhr auf der rechten Spur der A8 in Richtung München unterwegs. An einem Stauende nach dem Tunnel musste dieser anhalten und schaltete die Warnblinkanlage ein. Das bemerkte der nachfolgende Fahrer eines Sattelzuges zu spät. Der 48-Jährige machte eine Vollbremsung und wollte noch nach links ausweichen. Dennoch prallte er mit hoher Geschwindigkeit gegen den Tieflader.

Beide Fahrer blieben unverletzt. Der Sattelzug kam mit schweren Beschädigungen, schräg auf mehreren Fahrstreifen, zum Stehen. Die Ladung war stark verrutscht. Die Kunststoffplatten wurden nur noch von der Plane gehalten und drohten herunter zu fallen. Durch ausgelaufenes Öl und Kühlwasser war die Fahrbahn zudem verunreinigt. Nur die linke Spur war frei. Zur Bergung der Ladung musste aber auch sie immer wieder gesperrt werden.

Mangelnde Rettungsgasse und Gaffer machen Polizei zu schaffen

Der Verkehr staute sich daher teilweise bis zu 15 Kilometer lang. Der Schaden am Sattelzug beträgt etwa 65.000 Euro, der am Tieflader etwa 15.000 Euro. Ein Abschleppdienst war zur Bergung des Sattelzuges mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz. Ebenso vor Ort war die Autobahnmeisterei, die bis nach Mitternacht mit der Säuberung der Fahrbahn beschäftigt war.

Die Anfahrt der Polizei hatte sich wegen einer katastrophalen Rettungsgasse stark verzögert. Teilweise seien auf allen drei Spuren Lastwagen gefahren, obwohl für sie dort Überholverbot gilt. Rund 15 Fahrer wurden deshalb angezeigt. Ebenso stellten die Beamten rund 50 Schaulustige fest, die während der Fahrt Aufnahmen von der Unfallstelle machten.

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