Am Internationalen Frauentag weisen Frauen jedes Jahr auf Benachteiligungen hin. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Haben Frauen alles erreicht? Von wegen, meint unsere Autorin Lisa Welzhofer, im 110. Jahr des Frauentags ist der Kampf um Gleichberechtigung noch komplexer geworden.

Stuttgart - Menschen, die einen eigenen Tag im Jahr bekommen, haben gemeinhin ein Problem. Umso mehr, wenn es diesen Tag schon seit 110 Jahren gibt, wie das beim Weltfrauentag der Fall ist. Im Laufe der Jahre haben sich zu ihm sogar noch weitere Daten für Frauen gesellt. Zum Beispiel der Equal Pay Day oder Equal Care Day, die anmahnen, dass Frauen weniger verdienen, aber dafür mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer leisten. Ganz zu schweigen von jenen Tagen, an denen für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch und gegen Genitalverstümmelungen ein Zeichen gesetzt wird. Allein diese Fülle an Tagen und das, wofür sie stehen, sollte diejenigen verstummen lassen, die allen Ernstes sagen, jetzt sei es aber langsam genug mit dem Feminismus, jetzt sollten Frauen doch bitte endlich zufrieden sein.

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