Am Ostersonntag um acht Uhr morgens fand der erste Freiluft-Gottesdienst der Saison statt. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen hat am Ostersonntag auf dem Stuttgarter Birkenkopf der erste Gottesdienst im Grünen in diesem Jahr stattgefunden.

Stuttgart - Die Freiluftsaison hat auch bei den Kirchen begonnen: Am Ostersonntag hat die Paul-Gerhardt-Kirche auf dem Birkenkopf ihren ersten Gottesdienst im Grünen für das Jahr 2019 abgehalten – wie üblich morgens um acht Uhr. Jeder Stein war besetzt: Familien, Paare, Senioren und Teenager erstiegen – mit und ohne Hunde, mit Renn- und E-Bikes oder zu Fuß – die 511 Meter des Stadt- und Kriegstrümmerbergs, um Pfarrerin Astrid Riehle und dem Posaunenchor zu lauschen und die wunderbare Lage mit Blick auf Stuttgart und den Fernsehturm zu genießen. Für Riehle war es ebenfalls der erste Open-Air-Gottesdienst in dieser Funktion: Zur Paul-Gerhardt-Gemeinde wechselte sie im März 2019.

Auch an Opfer von Sri Lanka gedacht

Sie beschäftigte sich in ihrer Predigt unter der österlichen Sonne, dem „glückseligen Licht“, denn auch zum Feiertag mit dem Unerklärlichen. „Glauben Sie an die Auferstehung der Toten?“ fragte sie mehrfach. Um danach das Auferstehungsnarrativ von Jesu und des „ungläubigen Apostel Thomas“, wie es im Johannes-Evangelium steht, mit den Geschichten jener zu verknüpfen, die geliebte Personen verloren, aber einen Halt fanden.

„Viele erzählen, dass sie ihre Lieben nach deren Tod nochmals begegnen, diese ihnen einen Weg weisen“, so Riehle. Ebenso hätte es Jesus bei Maria Magdalena getan: Er habe die erste Apostelin beauftragt, von seiner Auferstehung zu künden. In ihren Fürbitten gedachte sie auch den Brüdern und Schwestern in Sri Lanka: Auf Hotels und drei christliche Kirchen wurden am Ostermorgen Anschläge verübt – mindestens 156 Menschen sollen getötet worden sein.

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