Papst Franziskus hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zur Privataudienz empfangen. Foto: dpa

Papst Franziskus hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zur Privataudienz empfangen. Die Flüchtlingspolitik der Deutschen und religiöse Themen standen auf der Agenda. Kretschmann hatte aber auch eine ganz praktische Bitte an den Papst.

Rom - Der Grüne Regierungschef aus Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, sprach am Freitag rund 30 Minuten unter vier Augen mit dem Kirchenoberhaupt Papst Franziskus. Dabei tauschten sich die beiden über die Enzyklika Laudato Si des Papstes aus dem Juni 2015 aus. Franziskus hatte darin Konsumrausch, Umweltzerstörung und eine Unterwerfung der Politik unter die Wirtschaft angeprangert. Zudem habe der Papst sich sehr positiv über die Flüchtlingspolitik Deutschlands unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geäußert, sagte Kretschmann.

Praktisches Anliegen

Er bat den Papst, die Ökumene voranzutreiben. Dies sei ein ganz praktisches Anliegen, da in Baden-Württemberg rund 40 Prozent der Kinder mit Eltern unterschiedlicher Konfessionen aufwüchsen.

Kretschmann schenkte dem Papst eine antiquarische Ausgabe des Romans „Unterm Rad“ von Hermann Hesse in einer buchbinderisch gefertigten Kassette und einen gerahmten Stahlstich „Kloster Maulbronn“. Der Papst reichte Kretschmann ein Bronzegußrelief vom Heiligen Martin als Geschenk. „Die katholische Kirche kann sich glücklich schätzen, so einen wachen und aufmerksamen Papst zu haben, der alles verfolgt, was in der Welt passiert“, sagte Kretschmann.

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