Auf dem Boulevard Unter den Linden standen die Demonstranten dicht gedrängt. Foto: dpa/Christoph Soeder

Trotz steigender Infektionszahlen machen sich Tausende bei einer Demo in Berlin für ein Ende aller Corona-Auflagen stark. Stuttgarts Querdenker feiern den „Tag der Freiheit“. Diesen Titel trägt auch ein Propagandafilm der Nazi-Ikone Leni Riefenstahl.

Berlin - Mehrere Tausend Menschen haben sich am Samstag in Berlin zu einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen versammelt. Trotz steigender Infektionszahlen machen sie sich für ein Ende aller Auflagen stark.

Auch die Stuttgarter Initiative Querdenken 711 hatte angekündigt, die Thema zu besuchen. Am Samstag in Berlin will die Gruppe um Michael Ballweg, Initiator der Plattform, bei der Großdemonstration das „Ende der Pandemie“ verkünden und den „Tag der Freiheit“ feiern. Querdenken 711-Gründer Michael Ballweg wollte in Berlin sprechen (wir berichteten).

Auf Abstandsregeln wurde weitgehend nicht geachtet

Auf dem Boulevard Unter den Linden standen die Demonstranten dicht gedrängt. Auf Abstandsregeln wurde dabei weitgehend nicht geachtet. Zudem trugen kaum Teilnehmer einen Mund-Nasen-Schutz. Zu sehen waren Ortsschilder und Fahnen verschiedener Bundesländer.

Ihrem Unmut über die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus machten die Menschen mit Trillerpfeifen und Rufen nach „Freiheit“ oder „Widerstand“ Luft. Auch Parolen wie „Die größte Verschwörungstheorie ist die Corona-Pandemie“ waren zu hören.

Für die Kundgebung waren laut Polizei rund 10 000 Teilnehmer angemeldet. Das Motto der Demonstration lautete „Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit“. Den Titel „Tag der Freiheit“ trägt auch ein Propagandafilm der Nazi-Ikone Leni Riefenstahl über den Parteitag der NSDAP 1935. In Stuttgart hat die Initiative „Querdenken 711“ bereits wiederholt demonstriert.

Aktuelle Meldungen, wissenswerte Hintergründe und nützliche Tipps – in unserem Dossier bündeln wir alle Artikel zu Corona.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: