Johnny Langendorff könnte den Schützen gemeinsam mit einem anderen Zeugen daran gehindert haben, weitere Menschen zu erschießen Foto: dpa

Johnny Langendorff könnte den Schützen aus Texas gemeinsam mit einem anderen Zeugen daran gehindert haben, weitere Menschen zu erschießen.

Sutherland Springs/Washington - Die amerikanischen Medien beschreiben Johnnie Langendorff, einen jungen Einwohner der texanischen Gemeinde Sutherland Springs, bereits als Helden. Er könnte den Schützen des Kirchenmassakers gemeinsam mit einem anderen Augenzeugen daran gehindert haben, weitere Menschen zu erschießen.

Er sei mit seinem Auto an der Kirche vorbeigefahren, als er Zeuge eines Schusswechsels des mutmaßlichen Attentäters mit einem Gemeindemitglied geworden sei, sagte Langendorff am Sonntag (Ortszeit) dem texanischen TV-Sender KSAT. Daraufhin habe das Gemeindemitglied ihn um Hilfe gebeten, sei in sein Auto gestiegen. Gemeinsam habe man die Verfolgung des flüchtenden Schützen aufgenommen. Zeitgleich habe man die Polizei über den Aufenthaltsort des Täters informiert.

Die Verfolgungsjagd habe damit geendet, dass der Schütze die Kontrolle über seinen Wagen verloren habe und von der Straße abgekommen sei, sagt Langendorff in dem Interview weiter. Danach habe der Angreifer sich nicht mehr bewegt, die Polizei habe übernommen. Der Täter wurde später tot aufgefunden. Unklar war zunächst, wie er ums Leben kam.

„Ich habe getan, was ich glaubte, tun zu müssen“, sagt Langendorff. Dabei habe er nicht gewusst, dass der mutmaßliche Schütze noch weitere Waffen in seinem Auto lagerte – und er mit seiner Verfolgung vielleicht Schlimmeres verhinderte.

Der Täter, ein ehemaliger Angehöriger der US-Luftwaffe, hatte in der Kirche mit einem Sturmgewehr 26 Menschen getötet. Rund 20 weitere Menschen seien bei der Tat am Sonntagvormittag in Sutherland Springs verletzt worden, teilten die Behörden mit.

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