Der beißend scharfe Extrakt von Chilischoten ist ein natürliches Mittel zur Bekämpfung von Pilzen und Würmern auf Wiesen oder Sportplätzen. In Filderstadt bekamen es allerdings auch Schüler und Lehrer in die Nase. Foto: mauritius images/Jana Ihle

Der Husten- und Niesreiz, an dem Lehrer und Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Sielmingen am Montag litten, wurde von Chilischoten-Extrakt ausgelöst. Das natürliche Mittel wurde zur Pilz- und Würmerbekämpfung auf dem Schulsportplatz eingesetzt.

Das Rätsel um den kurzzeitig grassierenden Nies- und Hustenreiz bei Schülern und Lehrern am Gymnasium in Sielmingen ist gelöst: Chilischoten-Extrakt war die Ursache. Er kam nicht etwa aus der Küche, sondern vom Sportplatz der Schule, wo ihn der städtische Bauhof ökologisch korrekt als „natürliches Mittel und gesundheitlich völlig unbedenklich“ gegen Pilze und Würmer auf dem Gelände einsetzte, wie die Pressestelle der Stadt auf Anfrage mitteilt.

 

Vom Wind herbeigeweht

Vom Wind scheinen Spuren des scharfen Extrakts am Montagnachmittag ins Schulgebäude geweht worden zu sein, wo wegen zunächst unbekannter Ursache der Atemwegsreizungen der Unterricht sofort abgebrochen und ein Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst wurde. Schnell sei allerdings klar gewesen, sagt Schulleiter Peter Bizer im Gespräch mit unserer Zeitung, dass die Quelle des Reizstoffes nicht im Gebäude lag, also auch keine unbekannten Täter Pfefferspray oder Ähnliches versprüht hätten. Die Beschwerden bei den betroffenen Schülern und Lehrern seien nur kurzzeitig gewesen, niemand habe gesundheitliche Schäden davongetragen. Am Dienstag fand der Unterricht wieder planmäßig und ohne Reizsymptome statt.