Hyo-Jung Kang und Jason Reilly in Johan Ingers Ballett „Out of Breath“, das dem neuen Stuttgarter Ballettabend den Titel lieh. Foto: Stuttgarter Ballett

Drei bewährte Bühnenhits spannt der Ballettabend „Atem-Beraubend“ zusammen. Das Ergebnis ist zwar künstlerisch frei von jedem Risiko. Beim Publikum könnte die Mixtur aus Choreografien von Itzik Galili, Johan Inger und Akram Khan aber durchaus Suchtpotenzial entfalten, wie der anhaltende Beifall im Opernhaus

Stuttgart - Drei bewährte Bühnenhits hat Tamas Detrich, der Intendant des Stuttgarter Balletts, für den Abend „Atem-Beraubend“ zusammengespannt. Das Ergebnis ist zwar künstlerisch frei von jedem Risiko. Beim Publikum könnte die Mixtur aus Choreografien von Itzik Galili, Johan Inger und Akram Khan aber durchaus Suchtpotenzial entfalten, wie der anhaltende, begeisterte Beifall am Freitag im Stuttgarter Opernhaus vermuten lässt.

Energie aus dem Orchestergraben

Von Beginn an ist klar, wo das Energiezentrum dieses Abends zu finden ist: im Orchestergraben des Stuttgarter Opernhauses. Sechs Schlagzeuger und sechs Streicher des Staatsorchesters sorgen bei der Premiere des Ballettabends „Atem-Beraubend“ für einen intensiven Dialog mit den Tänzern. So verwickeln Perkussion und pulsierende Lichtquadrate 20 Tänzer in Itzik Galilis „Hikarizatto“ in einen komplexen Wechsel der Tempi. In Johan Ingers „Out of Breath“ begleitet der Geiger Evgeny Popov mit sirrendem Klagen die Tänzerin Agnes Su und fünf ihrer Kollegen durch einen Parcours, der mit präzisen Gesten vom Schmerz erzählt, der das Leben von Anfang an begleitet. In Akram Khans „Kaash“ verdichten 14 Tänzer, allen voran Friedemann Vogel und wiederum die auch in diesem Stück wunderbar präsente Agnes Su, perkussive Energie in einen wirbelnden Furor, der staunen macht.

Eine ausführliche Besprechung lesen Sie in unserer Montagsausgabe.

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