Das Renault-Gelände in Echterdingen soll bereits von Mitte Dezember an Platz für bis zu 300 Flüchtlinge bieten. Dazu werden zusätzlich zwei Zelte aufgestellt.
Echterdingen - Bis zu 300 Asylbewerber werden künftig auf dem Renault-Gelände leben: in dem bereits aufgebauten Containerdorf sowie in zwei Zelten, die der Kreis Esslingen bis Mitte Dezember dort zusätzlich aufstellen wird. Die Notunterkunft für Asylbewerber wird erweitert.
Der Kreis muss derzeit wöchentlich 270 Menschen in Not aufnehmen. „Diese große Zahl können wir nicht in den vorhandenen Unterkünften unterbringen“, sagt Peter Keck, Sprecher des Landkreises, auf Nachfrage. Landrat Heinz Eininger hat sich deshalb an die Verwaltungsspitze von L.-E. mit der Bitte gewandt, auf dem Areal am Echterdinger Ortsrand zwei winterfeste Zelthallen aufstellen zu dürfen.
Landrat in höchster Not
„Der Landrat hat sich in höchster Not an mich gewandt“, sagt OB Roland Klenk. „Ich habe den Gemeinderat informiert. Dieser hat sich einmütig dafür ausgesprochen zu helfen und ein Zeichen des guten Willens zu setzen.“ Dies sei auch als Signal der Solidarität an andere Kreiskommunen zu verstehen. Informationen unserer Zeitung nach waren die Fraktionen zur der Blitzentscheidung bereit, weil sie befürchteten, dass sonst auf dem Stadtgebiet eine Sporthalle belegt werden könnte. Das wollte man verhindern.
Der Landrat dankt nun der Stadt für die schnelle Unterstützung. Nur durch kurzfristige Entscheidungen könne man dem Zustrom der Flüchtlinge standhalten, ist in einer Pressemitteilung zu lesen. Das bestehende Containerdorf bietet Platz für bis zu 100 Menschen. In den beiden zusätzlichen Hallen sollen weitere 200 Flüchtlinge unterkommen.
Die bisher noch leere Fläche auf dem Gelände war auch als ein Standort für die Unterbringung von Flüchtlingen mit Bleiberecht gehandelt worden. Von diesen Plänen muss die Stadt nun Abstand nehmen.