Er hob Asterix und Obelix aus der Taufe: Albert Uderzo Foto: dpa

Bitterer Familienstreit im Hause Uderzo: Tochter Sylvie will ihren 86-jährigen Vater entmüdigen lassen. Der Asterix-Miterfinder wehrt sich dagegen vor Gericht - und gewinnt.

Bitterer Familienstreit im Hause Uderzo: Tochter Sylvie will ihren 86-jährigen Vater entmüdigen lassen. Der Asterix-Miterfinder wehrt sich dagegen vor Gericht - und gewinnt.

Paris - Asterix-Miterfinder Albert Uderzo (86) hat sich in dem erbitterten Familienstreit mit seiner einzigen Tochter vorläufig durchgesetzt. Diese hatte ihren 86 Jahre alten Vater entmündigen lassen wollen. Nach Justizangaben vom Mittwoch stellten Untersuchungsrichter die Ermittlungen wegen der Klage von Sylvie Uderzo aus dem Jahr 2011 ein. Sylvie Uderzo wirft Bekannten ihres Vaters vor, dessen Gesundheitszustand für ihre Zwecke auszunutzen. Dabei soll es vor allem um Uderzos Werk und sein Vermögen gehen.

Während der Zeichner und seine Frau Ada die Entscheidung der Untersuchungsrichter in einer Stellungnahme begrüßten, stellte Sylvie Uderzos Anwalt einen Einspruch in Aussicht, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete. Albert Uderzo hatte Anfang Dezember eine Anzeige gegen seine Tochter und deren Mann wegen psychischer Gewalt angekündigt. Uderzo wirft den beiden vor, nur scharf auf die Asterix-Erlöse zu sein.

Die Comic-Serie um den kleinen gewitzten Gallier gilt als eine der erfolgreichsten der Welt. Uderzo schuf sie gemeinsam mit dem Texter René Goscinny (1926-1977). Die in diesem Jahr erschienene Folge „Asterix bei den Pikten“ ist die erste, die nicht aus der Feder von Uderzo stammt.

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