Trauriger Rest einer Kirche – und ein Warnschild, das den Abrissstopp auf der Baustelle von St. Peter begründet Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

DErzeit wird in Bad Cannstatt die Kirche St. Peter abgerissen. Doch nun hat ein Asbestfund die Arbeiten jäh beendet. Wie es nun weiter geht, steht noch nicht fest.

Stuttgart - Gotteshäuser werden nur selten abgerissen. Die Gemeinde St. Peter in Bad Cannstatt ordnet ihr Gelände neu und bricht deshalb die gleichnamige Kirche samt der Nebengebäude ab. Die Arbeiten sind bereits weit fortgeschritten – müssen jetzt aber ruhen. Denn im Abbruchmaterial ist Asbest gefunden worden. Ein Warnschild an der letzten noch stehenden Fassade weist darauf hin.

„Das hat vorher niemand gewusst. Jetzt ruht die Baustelle und muss gesichert werden“, sagt Pfarrer Martin Kneer. Er befürchtet, das ohnehin auf sechs Millionen Euro veranschlagte Projekt mit Abbruch sowie dem Neubau von Kirche, Gemeinderäumen und einer Kindertagesstätte könnte sich nun verzögern und teurer werden.

„Warum damals beim Bau in den Siebzigern Asbest verwendet worden ist, können wir nicht sagen“, so Kneer. Man habe vorher lediglich gewusst, dass die Dachplatten damit versetzt gewesen seien. Deshalb habe man die gesondert abgetragen und entsorgt. Kneer betont, lediglich in den jetzt noch vorhandenen Bauteilen sei Asbest gefunden worden, nicht aber im schon abgetragenen Schutt. Wie es nun mit der Baustelle weiter geht, steht noch nicht fest.

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