Ein Bild der Zerstörung im Behandlungszimmer. Foto: IHZ Grafenau/IHZ Grafenau

Das internistisch-hausärztliche Zentrum Grafenau (IHZ Grafenau) ist derzeit geschlossen. Grund ist ein massiver Wasserschaden, der die Praxisräume zerstört hat. Aber es gibt Neuigkeiten.

Zentimeterhoch hat das Wasser in den Praxisräumen des internistisch-hausärztlichen Zentrums Grafenau (IHZ) gestanden. Die Lampen und Zwischendecken waren zu Boden gefallen. „Die Praxis ist komplett hinüber“, sagt der hausärztlich tätige Internist Daniel Kitterer. Entdeckt worden war der massive Wasserschaden bereits am Sonntag, 10. Dezember. Nun haben sich Gemeinde und Geschädigte dazu geäußert, wie es mit der Arztpraxis und ihren Patientinnen und Patienten weitergehen soll.

 

Letztere waren in dieser und der vergangenen Woche bei Ärztinnen und Ärzten in Dagersheim, Aidlingen und Schafhausen untergekommen. Das soll sich nach Weihnachten wieder ändern. „Dass es mit der Interimslösung so super klappt, liegt an der Gemeinde und dem Bürgermeister“, sagt Kitterer. Die Verantwortlichen hätten sich schnell und pragmatisch gekümmert.

Praxis zieht in gemeindeeigene Räume

Ab Mittwoch, 27. Dezember, soll ein Notdienst in den Übergangsräumen möglich sein. „Wir gehen in das benachbarte Gebäude in der Straße Zum Ulrichstein 7. Dort haben wir vor zwei Jahren auch schon gegen Corona geimpft.“ Voraussichtlich Anfang Januar wird dann auch die reguläre Behandlung von Patienten wieder möglich sein.

Die alten Praxisräume sind ein Totalschaden. Kitterer spricht von einer voraussichtlichen Schadenshöhe im sechsstelligen Bereich. Im oberen Stockwerk des Gebäudes liefen gerade Arbeiten für den Einzug eines Zahntechniklabors. Dabei müsse eine Wasserleitung beschädigt worden sein. Das Wasser sei dann das ganze Wochenende über von oben durch die Decke gelaufen. „Es ist überall eingedrungen. Das Inventar ist komplett verloren, es fängt an zu schimmeln“, zählt der Arzt auf. Aktuell laufe die Trocknung durch eine spezielle Firma. Zwölf Wochen sind dafür vorgesehen. Bevor die Praxis aber wieder einzieht, muss kernsaniert werden. Kitterer rechnet damit, dass er und seine Kollegen in einem halben Jahr wieder am angestammten Platz behandeln können.