Die Staatsanwaltschaft stützt sich auf ein psychatrisches Gutachten über den Angeklagten. (Symbolfoto) Foto: dpa

Der 27-Jährige, der im August 2018 einen Arzt in seiner Offenburger Praxis umgebracht haben soll, soll nach Meinung der Staatsanwaltschaft in die Psychiatrie.

Offenburg - Im Prozess um eine tödliche Messerattacke auf einen Mediziner in Offenburg (Baden-Württemberg) hat der Staatsanwalt die Unterbringung des mutmaßlichen Täters in der Psychiatrie gefordert. Der 27 Jahre alte Asylbewerber habe bei dem Angriff in einer Arztpraxis im Wahn gehandelt und leide unter einer psychischen Krankheit, sagte Staatsanwalt Kai Stoffregen beim Landgericht Offenburg am Donnerstag. Von ihm gehe eine hohe Gefahr für die Allgemeinheit aus, es bestehe das große Risiko weiterer schwerer Straftaten. Dies habe ein psychiatrisches Gutachten bestätigt.

Rache für ärztliche Behandlung als Motiv

Dass er der Täter sei, sei unbestritten. Er habe Mitte August vergangenen Jahres den 52 Jahre alten Allgemeinmediziner in dessen Praxis mit zahlreichen Messerstichen getötet und eine Arzthelferin verletzt. Das Urteil will das Gericht am 12. März verkünden.

Der Anklage zufolge wollte sich der Mann aus dem afrikanischen Dschibuti für eine aus seiner Sicht fehlerhafte ärztliche Behandlung rächen. Er sei offensichtlich davon ausgegangen, von dem Mediziner bei einer vorangegangenen Blutentnahme vergiftet worden zu sein. Ein anderes Motiv gebe es nicht. Der Arzt hinterlässt eine Frau und die gemeinsame, zehn Jahre alte Tochter.

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