Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes „Taubenschwänzchen“. Hätten Sie es erkannt? Foto: Adobe Stock

2017 fand die erste Arten-Pisa-Umfrage statt, die das Wissen über einheimische Arten auf die Probe stellt. Damals gab es die Durchschnittsnote vier. Nun geht die Befragung in die zweite Runde.

Berlin - Am Freitag startet die zweite Runde der Artenpisa-Umfrage. Der Nabu, die Website „naturgucker.de“, die Hochschule Geisenheim University und die Ludwig-Maximilians-Universität München wollen dabei herausfinden, wie es um das Wissen zu einheimischen Tier- und Pflanzenarten bestellt ist. Die Befragung, die vom 30. August bis zum 8. September läuft, soll auch Trends in der Entwicklung der Artenkenntnisse festhalten, beispielsweise ob das Wissen über einheimische Arten abnimmt.

Dabei werden Fotos von Tier- und Pflanzenarten gezeigt, die benannt werden sollen - darunter Vögel, Insekten, Säugetiere und Amphibien. Getestet wird ebenfalls, ob die Befragten beispielsweise Hummelarten anhand von Bildern voneinander unterscheiden können. Je nach Anzahl der Treffer findet eine Benotung statt.

Wissenslücken sollen erkannt werden

Bereits im November sollen erste Ergebnisse präsentiert werden. 2017 erhielten 8033 Teilnehmer die Durchschnittsnote vier. Es muss jedoch niemand befürchten, sich zu blamieren, denn die Teilnahme ist auch anonym möglich. Laut der Veranstalter geht es vielmehr darum, mehr über eventuell in der Bevölkerung vorhandene Wissenslücken zu erfahren. Geplant ist daher auch, den Test auch in den kommenden Jahren zu wiederholen.

Das Artensterben und der Rückgang der Artenkenntnis gehen Hand in Hand. Je weniger die Menschen Natur erleben können, desto weniger wissen sie darüber und desto weniger liegt ihnen der Schutz der Natur am Herzen. Es ist ein Teufelskreis, den wir durchbrechen müssen“, lässt sich Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer, in einer Pressemitteilung dazu zitieren.

Interessierte können hier an der Befragung teilnehmen.

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