Art Alarm in Stuttgart Auf zur Kunst!

Von StN 

17 Galerien, 17 Ausstellungen, 17 Kunstwelten – das erwartet an diesem Samstag und Sonntag die Besucher des diesjährigen Galerienrundgangs Art Alarm in Stuttgart. Die „Stuttgarter Nachrichten“ geben Tipps für den Kunst-Parcours.

Stuttgart - Zu den Eigenheiten des Galerienrundgangs Art-Alarm an diesem Samstag (11 bis 21 Uhr) und Wahlsonntag (11 bis 17 Uhr) in Stuttgart zählt auch das Spiel mit den Ebenen der Realität. In ganz unterschiedlicher Weise durchzieht dieses Thema die Ausstellungen der 17 beteiligten Galerien.

Max de Esteban bei Ute Noll

Mit verführerischen Fotocollagen aus Filmstills, Blumenfotos und Schriftstücken weist Max de Esteban im Uno Art Space – Ute Noll (Liststraße 27) auf zentrale Themen in einer durch Medienrealitäten bestimmten Welt hin. Immer schwerer aber wird auch bei Krieg und Katastrophen die Klärung der Frage, was echt und was falsch ist.

Picasso trifft Jan Peter Tripp

Kunst, sagt man mit gutem Grund, entsteht immer aus Kunst. Dies macht die Galerie Valentien (Gellertstraße 6) mit der Schau „Der wache Blick“ auf eigene Weise deutlich. „Pablo Picassos Begeisterung für die zarte Erotik Lukas Cranachs“ heißt es da, „inspirierte in den 1940er Jahren Picassos schönste Lithografien“. Gegenübergestellt sind Werke von Jan Peter Tripp. Warum? „Tripp interpretiert Cranach mit einem Seitenblick auf Picasso neu. Altmeisterlich in Technik, subtil-modern im Ausdruck“.

Lello/Arnell in der Galerie Reinhard Hauff

Forschend wird es in der Schau mit Arbeiten des norwegisch-schwedischen Duos Lello/Arnell in der Galerie Reinhard Hauff (Paulinenstraße 47). Im Mittelpunkt stehe, heißt es vorab, „die Anerkennung der Wirklichkeit als formbare Substanz, die im Geist des Individuums und der Gesellschaft ständig verändert wird“. Zu erleben ist ein „Set als Produktfotografie von Kunstwerken, Skizzen, Materialproben und Werkzeugen“.

Solitude-Spuren in der Galerie Sturm

Das Besondere? Findet man­ auch in der Galerie Michael Sturm (Christophstraße 6). Sie ist nicht nur Bühne für den etablierten Schweizer Maler Dave Bopp, sondern auch für die öster­reichische Künstlerforscherin Anna ­Kubelik, 2015 bis 2016 Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude.

Fotolegende Walter Schels bei Abt Art

Überraschend auch das Angebot der Galerie Andreas Henn (Wilhelmsplatz 8): Zu sehen sind dort Klangobjekte und musikalische Grafiken von Nikola Lutz. Auf keinen Fall verpassen sollte man zuletzt das Engagement der Galerie Abt Art (Stuttgart-Möhringen, Rembrandt­straße 18) für die Fotografenlegende Walter Schels mit einer durch den nicht ­minder renommierten Klaus Honnef ­er­arbeiteten Schau.

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