Dicke Luft zwischen den zwei Deutschen Per Mertesacker (links) und Mesut Özil. Foto: dpa

Tabellenführer FC Arsenal musste bei Vizemeister Manchester City eine bittere Pleite hinnehmen. Das Fünf-Punkte-Polster an der Spitze ist geschrumpft. Die Nerven liegen blank. Mertesacker schnauzt Özil an.

Tabellenführer FC Arsenal musste bei Vizemeister Manchester City eine bittere Pleite hinnehmen. Das Fünf-Punkte-Polster an der Spitze ist geschrumpft. Die Nerven liegen blank. Mertesacker schnauzt Özil an.

London - Manchester City hat auch Tabellenführer FC Arsenal überrollt. Am Samstag kam die Tormaschine der englischen Premier League erneut zu einem halben Dutzend Treffer und siegte trotz eines Tores von Per Mertesacker und zweier Torvorlagen von Mesut Özil für Arsenal gegen die deutsche Fußball-Außenstelle auf der Insel absolut verdient 6:3 (2:1). Es war der achte Sieg im achten Heimspiel - zudem haben die Citizens zu Hause bereits 35 Treffer erzielt, darunter sieben gegen Norwich, sechs gegen Tottenham, vier gegen ManUnited und nun noch einmal sechs. Das ist in England Rekord.

Zum Sprung auf den zweiten Platz reichte es für ManCity aber nicht. Mit 32 Punkten bleibt der Vizemeister Dritter. Auf Rang zwei behauptet sich der FC Chelsea (33), der dank zahlreicher Paraden von Keeper Petr Cech zu einem 2:1 (2:1) gegen Aufsteiger Crystal Palace kam. Arsenal hat 35 Zähler, das Fünf-Punkte-Polster ist auf zwei Zähler zusammen geschmolzen.

Für Chelsea sicherten Fernando Torres in der 16. Spielminute und Ramires (35.) den mühsamen Erfolg. Für die Gäste traf Marouane Chamakh (29.). Andre Schürrle wurde in der 83. Minute eingewechselt.

Auf Rang vier folgt der FC Everton. Die Toffees siegten 4:1 (1:0) gegen den FC Fulham. Erfolgreich waren Leon Osman (18.), Seamus Coleman (73.), Gareth Barry (84.) und Kevin Mirallas (90.+1) sowie Dimitar Berbatow (67./FE) für die Gäste.

Bei Arsenal lagen die Nerven nach der bitteren Pleite und dem dritten Spiel ohne Sieg binnen sieben Tagen offenbar blank. Nach dem Schlusspfiff schnauzte Mertesacker Landsmann Özil mit erhobenem Zeigefinger an, wohl weil dieser den Fans nicht applaudiert hatte. Das vermutete die „Daily Mail“. Coach Arsène Wenger wollte die Auseinandersetzung herunterspielen: „Das werden die Deutschen unter sich ausmachen.“ Der Franzose hatte andere Sorgen. Die Partie, meinte der „Guardian“, hatte den Tabellenführer „gewöhnlich“ aussehen lassen und den Sieger bestätigt, dass man Arsenal bald überflügeln könne.

Die Londoner hatten es Manchester leicht gemacht. „Wir haben sehr schlecht verteidigt“, meinte auch Wenger. Nutznießer waren Sergio Agüero (14.) mit seinem 19. Saisontor, Álvaro Negredo (39.), Fernandinho (50./88.), der sein erstes Tor nach einem Özil-Fehlpass erzielte, David Silva (66.) und Yaya Touré per Elfmeter in der Nachspielzeit. Für Arsenal trafen Theo Walcott (31./63.) jeweils nach Özil-Vorarbeit und Mertesacker per Kopf (90.).