Es ist ein Drama in vielen Akten: Das Sanierungschaos im Stuttgarter Schauspielhaus. Foto: Beytekin

Trotz des Sanierungsdramas um das Stuttgarter Schauspielhaus geht der neue Intendant Armin Petras davon aus, die Spielstätte Ende Oktober pünktlich zum Start seiner ersten Spielzeit zu eröffnen. Das Land verspricht, alles dafür zu tun.

Stuttgart - Trotz des Sanierungsdramas um das Stuttgarter Schauspielhaus geht der neue Intendant Armin Petras davon aus, die Spielstätte Ende Oktober pünktlich zum Start seiner ersten Spielzeit zu eröffnen. Das machte Petras am Rande einer Sitzung des Verwaltungsrats der Staatstheater am Mittwoch deutlich.

Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne) versicherte, auch das Land werde „alles dafür tun“, dieses Ziel zu erreichen. Die Sanierung des Schauspielhauses, die ursprünglich für ein gutes Jahr geplant war, zieht sich inzwischen seit drei Jahren hin. Was die anschließend geplante Sanierung des Opernhauses angeht, sei ein Gutachten ausgeschrieben, um den Bedarf zu klären.

Als nächstes ist das Opernhaus dran

Zur anschließend geplanten Sanierung der historischen Oper sollen laut Bauer externe Sachverständige zunächst mal ein Gutachten erstellen. Geklärt werden müsse, was unverzichtbar ist und wie die mittelfristige Perspektive ist. „Wir werden da auf jeden Fall mit einem realistischen Zeit- und Finanzrahmen rangehen“, kündigte ein Sprecher von Finanzminister Nils Schmid (SPD) am Mittwoch an. Man wolle aus den Fehlern beim Schauspielhaus lernen.

Nach Angaben des Ministeriums soll bis Mai die endgültige Mängelliste für das Schauspielhaus vorliegen. Eingebunden sind Experten des Fraunhofer-Instituts IPA. Erst dann könne man abschließend sagen, ob das Haus im Herbst wiedereröffnet werden kann. Experten prüfen vor allem die neue Drehbühne auf Herz und Nieren. Fehler dort hatten den Wiedereinzug wiederholt verzögert. Die ursprünglich für ein Jahr geplante Sanierung geht ins vierte Jahr.

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