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Nachdem zuerst Argentiniens Fußballstar Lionel Messi, später weitere Spieler der Nationalelf ihren Rückzug aus dem argentinischen Team verkündeten, tritt nun auch der Trainer ab.

Buenos Aires - Argentiniens Fußball-Nationaltrainer Gerardo Martino ist zurückgetreten. Neun Tage nach dem verlorenen Finale der Copa América gegen Chile hat der 53-Jährige seinen Posten zur Verfügung gestellt, wie der argentinische Fußballverband AFA am Dienstag mitteilte. Vor Martino hatte Weltstar Lionel Messi gleich nach der neuerlichen Endspielniederlage gegen Chile angekündigt, nicht mehr für die Alicebeste spielen zu wollen.

Martino war seit August 2014 Nationalcoach des zweifachen Weltmeisters. In seiner Amtszeit verlor die Albiceleste 2015 und 2016 das Finale der prestigeträchtigen Copa América - jeweils im Elfmeterschießen gegen Chile. Nach der Pleite Ende Juni hatte schon Weltstar Lionel Messi angekündigt, nicht mehr für die Auswahl spielen zu wollen.

Martino gab als Grund für seinen Rücktritt die „großen Schwierigkeiten“ an, auf die er bei der Zusammenstellung des argentinischen Kaders für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro gestoßen sei. Der Chef des Nationalen Olympischen Komitees Gerardo Wertheim hatte erklärt, es bestehe ein hohes Risiko, dass Argentiniens Fußballer bei Olympia nicht dabei sein werden, weil die Vereine die Spieler nicht abgeben wollten. Argentinien startet am 4. August gegen Portugal ins olympische Fußball-Turnier.

Auch die Ungewissheit über die zukünftige Führung der AFA habe ihn dazu bewegt, den Posten aufzugeben, schrieb Martino in seiner Rücktrittserklärung. Der Verband hat derzeit nur eine Interimsführung, nachdem die ausstehenden Wahlen mehrfach vertagt wurden. Die Justiz ermittelt außerdem gegen die AFA wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von TV-Übertragungsrechten.

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