ARD-Tatort „Off Duty“ Til Schweigers Kino-Flop jetzt im Fernsehen

Von red/dpa 

Im Tatort „Off Duty“ ist Til Schweiger als Nick Tschiller auch in Istanbul unterwegs. Foto: NDR/Warner Bros./ARD
Im Tatort „Off Duty“ ist Til Schweiger als Nick Tschiller auch in Istanbul unterwegs. Foto: NDR/Warner Bros./ARD

Für Til Schweigers „Tatort“-Kommissar ist das Finale in Moskau bereits eine Woche vor dem Endspiel der Fußball-WM in Russland. Sein Kino-Ausflug für die Krimireihe ist erstmals im TV zu sehen - ein Actionspektakel mit Showdown in Russlands Hauptstadt.

Hamburg - Bevor Til Schweiger im Fernsehen wieder als Kommissar Nick Tschiller loslegt, hat er schon im Kino ausgeteilt. Sein „Tatort“ für die große Leinwand läuft am Sonntag (8. Juli, 20.15 Uhr) erstmals im Fernsehen - ein Termin, der dem Filmstar nicht gefällt. In der Sommerferienzeit gelten TV-Premieren wegen der insgesamt niedrigeren Einschaltquoten als schwierig. „Bitter“ nannte Schweiger in einem Interview die Entscheidung für den Sendeplatz.

„Tschiller - Off Duty“ kam 2016 auf die Leinwand und interessierte rund 280 000 Kinobesucher. „Ich weiß, wie das jetzt ausgeht: Der Film wird vielleicht drei oder vier Millionen Zuschauer machen, und dann schreiben alle: Der Tatort ist im Kino gefloppt, jetzt floppt er auch im Fernsehen“, sagte Schweiger in dem Interview der „Bild am Sonntag“. ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber verwies darauf, dass der 130-minütige Streifen nur an einem Sonntagabend ohne „Anne Will“ gezeigt werden könne. „Im Übrigen ist der Sonntag nach dem WM-Viertelfinale kein ganz schlechter Platz.“

Schweiger-Tochter Luna ist wieder dabei

Seit 2013 gehört Schweiger für den NDR zur „Tatort“-Riege. Mit rund 12,7 Millionen Zuschauern war der Neue an Elbe und Alster gestartet, den vierten Film - eine Fortsetzung der am Neujahrsabend begonnenen Doppelfolge - schalteten am 3. Januar 2016 rund 7,7 Millionen ein, kurz vor dem „Tatort“-Kinostart des Wahl-Hamburgers.

Fortlaufend erzählten die Schweiger-„Tatorte“ von Tschillers Kampf gegen den kurdischen Astan-Clan. Firat Astan (Erdal Yildiz) ist auch in der Kino-Ausgabe mit von der Partie. Diesmal geht es für Tschiller in die Türkei und nach Russland, der Kommissar ist in „Off Duty“ außer Dienst. Mit dabei ist wieder Schweiger-Tochter Luna als Tschiller-Sprössling Leonora („Lenny“). Die 17-Jährige macht sich allein auf den Weg nach Istanbul, um den Tod ihrer Mutter zu rächen. Als Lenny entführt wird, jagt Vater Nick durch die türkische Metropole und weiter nach Moskau, um seine Tochter zu retten.

Neun Millionen Euro teures Actionspektakel

In Sachen Action wollte Regisseur Christian Alvart fürs Kino „noch zwei, drei Schippen“ drauflegen. Tschiller rast in dem neun Millionen Euro teuren Actionspektakel durch die Straßen und über Dächer, hechtet sich über Häuserschluchten, stürzt sich in Zweikämpfe, nimmt es mit mehreren Polizisten auf, übersteht Autorasereien und kommt schließlich mit einem Mähdrescher auf dem Roten Platz an.

Bis zum Showdown in Moskau wird geprügelt, geschossen und getötet. Tschillers Kollege und Kumpel Yalcin Gümer (Fahri Yardim) ist wieder für den Humor zuständig. Frauen spielen bis auf eine Liebesnacht mit Berrak Tüzünataç am Bosporus und eine russische Prostituierte (Alyona Konstantinova) keine große Rolle, Nick hat ja Yalcin und braucht keine Tschiller-Girls.

In unserer Übersicht stellen wir alle Tatort-Teams vor

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