Der Testturm gewann jüngst den Deutschen Ingenieurbaupreis 2018 – jetzt ist er für den Mies van der Rohe Award nominiert. Foto: Thyssen

383 Bauten sind im Rennen um den Mies van der Rohe Award, dem bekanntesten EU-weit ausgeschriebenen Preis für zeitgenössische Architektur. Vier Projekte kommen aus Baden-Württemberg.

Stuttgart - Kulturpalast oder Straßenreinigungsdepot, Schloss, Wohnhaus oder Bank-Zentrale: Nahezu vierhundert Projekte aus 38 Ländern und 238 europäischen Städten konkurrieren um den diesjährigen Mies van der Rohe Award.

18 Bauten in Deutschland sind in dem Architekturwettbewerb vertreten, womit Deutschland, was die Zahl der Bewerbungen angeht, auf Platz vier rangiert, zusammen mit Polen. Spanien hat die meisten Projekte eingereicht. Der vollständige Name des Preises lautet European Union Prize for Contemporary Architecture - Mies van der Rohe Award.

Unter den 18 Nominierten sind vier baden-württembergische Projekte: der Rottweiler Testturm von Werner Sobek und Jahn Architets, die Stadtbibliothek Heidenheim von Max Dudler, die Stadtbibliothek Rottenburg am Neckar des Stuttgarter Büros Harris & Kurrle und die Landeserstaufnahmestelle Spinelli in Mannheim, die Professoren der TU Kaiserslautern mit Studenten geplant und gebaut haben.

Im April stehen die Gewinner fest

Die Stiftung, die den Preis alle zwei Jahre vergibt, ist in Barcelona ansässig und verwaltet eines der berühmtesten Bauwerke des Architekten Mies van der Rohes: den Barcelona-Pavillon. Die Jury setzt sich aus einer Gruppe unabhängiger Experten und Architektenverbänden sowie dem beratenden Ausschuss der Fundació Mies van der Rohe zusammen.

In diesen Tagen wird eine Shortlist mit vierzig Projekten bekannt gegeben; im Februar werden die fünf Finalisten verkündet, Mitte April die Gewinner; Preisverleihung ist am 7. Mai im Barcelona-Pavillon. Unsere Bildergalerie zeigt die 18 nominierten deutschen Projekte.

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