Ein Fitnessstudio samt Schwimmbad, Gastronomie und Büros – dieser wilde Nutzungsmix findet sich in dem gläsernen Hybridgebäude Werk 12 in München. Foto: Ossip van Duivenbode

WOW, AH, PUH, HMPF: Comic-Lautmalereien zieren die Fassade des Werks 12. Wer wissen will, wie in München und anderswo wegweisend und innovativ gebaut wird, sollte einen Blick ins Deutsche Architektur Jahrbuch 2021 werfen.

Stuttgart - Das Deutsche Architektur Jahrbuch präsentiert jedes Jahr aufs Neue die Top 25 der Architektur. Den Spitzenplatz in diesen Häuser-Charts hat in diesem Jahr das Werk 12 in München, der Gewinner des vom Deutschen Architekturmuseum ausgelobten DAM Preises 2021. Warum ist es der beste Bau unter den Besten?

 

Weil das Mixed-Use-Gebäude in besonderem Maße Offenheit und Wandelbarkeit beweist – und damit aus Sicht der Jury als Wegweiser für Gesellschaft wie deren Baukultur taugt. Extrem flexibel, robust, offen und wunderbar heiter: So könnte Deutschland sein – und genau so muntert dieses Bauwerk im experimentellen Münchner Werksviertel das Stadtbild auf.

Luftige, verglaste Geschosse

Die Architekten von MVRDV aus Rotterdam und N-V-O Nuyken von Oefele aus München haben die Funktionen Sport, Freizeit, Gastronomie und Arbeiten in luftigen, verglasten Geschossen übereinandergeschichtet und die von Balkonen und Kaskadentreppen umgarnte Fassade mit riesigen Lettern versehen: AAHH, OH, WOW! Das Jahrbuch (DOM Publishers, 256 Seiten, 38 Euro) stellt, wie auch die aktuelle Ausstellung „DAM Preis 2021“ im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt (bis 11. Juni), nicht nur das visionäre Gewinnerprojekt, sondern auch die 24 übrigen Bauten der DAM-Bestenliste vor.

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