Rosi Maier gehört auch zu den Leidtragenden: Sie musste ihr Haus verlassen, nachdem sich am Hang oberhalb von Geschwend im März ein Felsbrocken gelöst hatte. Foto: Eberhard Wein

Bei Sicherungsarbeiten am so genannten Rabenfelsen oberhalb des Todtnauer Ortsteils Geschwend hat sich ein Mitarbeiter der dort mit Sicherungsarbeiten befassten Spezialfirma schwere Verletzungen zugezogen. Im März hatte sich an dem Steilhang ein mehrere Tonnen schwerer Felsbrocken gelöst und war nach Geschwend hinuntergerollt.

Geschwend - Bei Sicherungsarbeiten am sogenannten Rabenfelsen oberhalb des Todtnauer Ortsteils Geschwend hat sich ein Mitarbeiter der dort tätigen Spezialfirma schwere Verletzungen zugezogen. Der Mann musste an dem schwer zugänglichen steilen Gelände von der Todtnauer Bergwacht geborgen werden. Nach einer ersten Versorgung am Unfallort wurde er in einem Luftrettungssack an einem Rettungshubschrauber angeseilt und in die Klinik geflogen. Wie die Polizei mitteilte, war der Arbeiter abgerutscht und in seine Sicherung gefallen. Dabei begannen die Sicherungsseile zu pendeln. Der Mann prallte mit seinem Rücken gegen die Felswand.

Im März hatte sich an dem Steilhang ein mehrere Tonnen schwerer Felsbrocken gelöst und war nach Geschwend hinuntergerollt. Daraufhin prüften Experten des Geologischen Landesamtes das Gelände und fanden zehn weitere Gefahrenpunkte. Zwei erschienen so gefährlich, dass sie sofort gesichert werden mussten. Dies geschieht gerade. 70 Bewohner mussten ihre Häuser verlassen, 40 von ihnen sind immer noch ausquartiert. Die Arbeiten würden sich durch das Unglück wohl nicht wesentlich verlängern. Nach gegenwärtigem Stand sollen alle Bewohner bis Weihnachten in ihre Häuser zurückkehren können.

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