Tolle Idee für berufstätige Singles: Eine Community mit Freunden oder Kollegen bilden und wie im Coworkings-Space zusammenarbeiten. Ein langer Esstisch wie „Grid“ von Arco ist dabei zum Arbeiten ideal. Foto: Arco

Am 20. März endet die Homeoffice-Pflicht für Unternehmen. Doch in vielen Firmen wird das Homeoffice dauerhafter Bestandteil der Arbeitskultur werden. Wir geben Tipps, wie man sich das Arbeiten zuhause auf Dauer optimal organisiert und zeigen, welche entscheidende Rolle dabei eine ansprechende Gestaltung spielt. 

Stuttgart - Bis 20 Minuten vor Arbeitsbeginn schlafen, weil man sich den Weg ins Büro spart. Ungeschminkt und unrasiert an den Schreibtisch – es sieht einen ja sowieso keiner. Und bei der Videokonferenz mit dem Kunden reicht es, den Blazer über die Jogginghose zu ziehen. Zugegeben, das Homeoffice hat so einige Vorteile.

Doch nicht jeder war und ist glücklich, seinen Job die meiste Zeit von zu Hause zu erledigen. Gerade den berufstätigen Singles und Berufsanfängern fehlt der Austausch mit Kollegen im Büro. So machte sich trotz aller Vorteile der Homeoffice-Blues breit. Die Soziologin Jutta Allmendinger warnte in einem Interview sogar vor dem „sozialen Sprengstoff“, den das Homeoffice mit sich bringe. So blieben soziale Kontakte auf der Strecke, die Gefahr der Vereinsamung sei groß. Allmendiger meint zudem: „Das Leben ist keine Videokonferenz.“

Damit es erst gar nicht zu Vereinsamung und Homeoffice-Blues kommt, hier ein paar Tipps für ein effektives und freudvolles Arbeiten zu Hause.

Gute Planung

Wie einen Tag im Büro sollte man seinen Tag im Homeoffice genau planen, dann entsteht gar nicht erst die Gefahr, dass man sich einsam fühlt. Wie das funktioniert? Ganz einfach: Die Arbeitsstunden im Vorhinein strukturieren und den Tag in Blöcken planen. Sich also Zeiten für konzentrierte Stillarbeit, Telefonate, Team-Meetings, Recherche und andere Dinge reservieren.

Regelmäßige Skype-Calls und Telefonate mit den Kollegen

Videokonferenzen bestimmen mittlerweile unseren Arbeitstag. Ab und zu kann man sich aber auch mal mit den Kollegen und Kolleginnen zum privaten Skype-Call oder Telefonat verabreden. Ähnlich wie beim informellen Talk an der Kaffeemaschine im Büro werden dabei News und der aktuelle „Flurfunk“ ausgetauscht.

Community bilden

Tolle Idee für berufstätige Singles: Eine Community mit Freunden bilden. Verabreden Sie sich zum gemeinsamen Arbeiten wie im Coworking-Space. Hierfür kann ein langer Esstisch umfunktioniert werden, an dem man dann zu zweit oder zu dritt wie im Großraumbüro sitzt. Mittags- und Kaffeepausen verbringt man gemeinsam. Muss ja nicht jeden Tag sein, aber warum nicht an ein oder zwei Tagen die Woche?

Zum Mittagessen verabreden

Fällt der gemeinsame Gang in die Kantine oder zum Italiener ums Eck mit den Kollegen weg, sollte man sich dennoch ab und zu mal mit Freunden, Kollegen, Vorgesetzten und Kunden zum Mittagessen verabreden. Bei so einem kurzen und entspannten Austausch erfährt man immer jede Menge Neues, bleibt in Kontakt und bekommt neue Inspirationen.

Sport und kurze Spaziergänge – bewegte Pausen einbauen

Bewegung ist gerade im Homeoffice besonders wichtig. Zumal wenn wir Zuhause arbeiten, auch noch der Weg ins Büro hin und zurück entfällt. Dafür gewinnen wir zusätzlich Zeit, die wir für ein halbe Stunde Yoga, eine Runde Joggen oder einen kleinen Mittagsspaziergang in der Sonne nutzen können.

Arbeit und Privates trennen

Ist die Arbeit erledigt, sollten wir dafür sorgen, dass alles, was damit zu tun hat, aus unserem Blickwinkel verschwindet. Das ist einfach, wenn wir ein eigenes Arbeitszimmer besitzen, dessen Tür man am Abend schließt und erst am nächsten Morgen wieder öffnet. Was aber, wenn Wohnzimmer oder Schlafzimmer zugleich als Büro dienen? „Dann können Raum-im-Raum-Konzepte die Lösung sein“, weiß Barbara Benz, Geschäftsführerin des Einrichtungsunternehmens architare. „Das gelingt zwischen zwei Regalen, in einer Nische oder hinter einem Paravent, mit dem man zugleich einen professionellen Background bei der Videokonferenz schaffen kann.“ Weiter sei ein Ordnungssystem sehr wichtig, so Barbara Benz. Ein kleiner Rollcontainer oder Trolley, den ich zu meinem Arbeitsplatz mitnehmen kann. Eine gute Idee seien auch Tabletts für unterschiedliche Projekte, die man morgens aufbaut und abends wieder abbaut beziehungsweise unter dem Bett oder im Schrank verschwinden lässt.

Schaffe dein Homeoffice

Neben den Hard Facts wie dem passenden Schreibtisch, Bürostuhl und dem richtigen Licht zum Arbeiten, geht es im Büro aber auch ums Sinnliche. Das kann ein schönes Gemälde sein oder eine Vase mit frischen Blumen.

architare Geschäftsführerin Barbara Benz setzt auf ein Keypiece, zu dem man eine ganz besondere Beziehung hat: ein solider Schreibtisch von den Großeltern, ein Möbelklassiker, der einen über Jahrzehnte begleitet, eine Maßanfertigung. „Das macht den Raum persönlich.“ Und genau das sei, so Benz, doch der Vorteil des Homeoffice. Man kann es so gestalten, wie es einem gefällt. Unterm Strich bedeutet das: mehr Inspiration, gesteigerte Kreativität und einen besseren Workflow.

Wie man zu Hause effektiv arbeitet und welche Rolle dabei eine ansprechende Gestaltung spielt, zeigt das architare Team in der Bildergalerie.