Apple-Gründer So hart war Steve Jobs zu seiner Tochter Lisa

Von (wue/spot) 

So kannte man ihn: Steve Jobs und sein schwarzer Rollkragenpullover Foto: Featureflash Photo Agency / Shutterstock.com
So kannte man ihn: Steve Jobs und sein schwarzer Rollkragenpullover Foto: Featureflash Photo Agency / Shutterstock.com

Die Welt erinnert sich an Steve Jobs als visionären Unternehmer. Seine älteste Tochter Lisa zeichnet in einem neuen Buch jedoch ein ganz anderes Bild.

Der Tod von Steve Jobs (1955-2011) ist nun fast sieben Jahre her. Bis heute gilt das Apple-Mastermind geradezu als legendärer Unternehmer und Visionär. Über die Jahre hinweg tauchten aber auch immer wieder Geschichten auf, die ihn in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Am 4. September werden mit "Small Fry" nun die Memoiren von Lisa Brennan-Jobs (40) veröffentlicht, der ältesten Tochter des Apple-Gründers. In ersten Auszügen, die die Zeitschrift "Vanity Fair" veröffentlicht hat, verliert sie nur wenige gute Worte über ihren verstorbenen Vater.

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"Es ist nicht mein Kind"

Im Alter von nur 23 Jahren bekam ihre Mutter Chrisann (63) die kleine Lisa - im Frühjahr 1978. Jobs sei erst wenige Tage nach der Geburt aufgetaucht und habe jedem erzählt: "Es ist nicht mein Kind." Trotzdem war er nach Oregon gekommen und hatte auch den Namen seiner ersten Tochter mit ausgesucht. Bis sie zwei Jahre alt war, habe ihre Mutter staatliche Unterstützung erhalten und ihren Verdienst als Kellnerin und Putzfrau aufgebessert. "Mein Vater hat nicht geholfen", schreibt Lisa weiter.

Jobs weigerte sich zunächst Lisa als seine Tochter anzuerkennen, ein Vaterschaftstest belegte später allerdings, dass sie tatsächlich von ihm stammte. Er musste daraufhin monatlich 385 US-Dollar an Lisas Mutter abtreten und rückwirkende Zahlungen leisten. Im März 1991 heiratete Jobs Laurene Powell (54), mit der er später drei weitere Kinder haben sollte: seine zweite Tochter Erin (22), seine dritte Tochter Eve (20) und seinen Sohn Reed (26).

Jobs habe seine erste Tochter Lisa - als sie noch klein war - etwa einmal im Monat besucht und mit ihr und ihrer Mutter etwas unternommen. Lisa könne sich noch ganz genau an den Klang seines schwarzen Porsche Cabrios erinnern, das er damals fuhr. "Absolut nicht", antwortete Jobs ihr einmal in "saurem, beißenden Ton" auf die Frage, ob sie den Porsche haben könne, wenn er ihn nicht mehr bräuchte. "Du bekommst gar nichts. Verstehst Du? Nichts. Du bekommst nichts", habe er weiter gesagt. Zu diesem Zeitpunkt habe sie schon gewusst, dass ihr Vater weder in Sachen Geld, Essen noch mit seinen Worten großzügig gewesen sei.

Das Rosenwasser

Bis zuletzt schien Jobs seiner Tochter das Leben schwer zu machen. Als es ihm bereits schlechter ging, habe sie ihn ungefähr jeden Monat für ein Wochenende besucht. Einmal habe sie in einem Badezimmer ein teures Rosenwasser entdeckt und sich damit besprüht, bevor sie sich von ihm verabschiedete. "Als wir uns umarmten, konnte ich seine Wirbel spüren, seine Rippen. Er roch muffig und nach Medizin", schreibt Lisa weiter. Sie werde bald wieder da sein, habe sie noch erklärt, bevor er sie mit einem "Lis?" zurückrief und zu ihr sagte: "Du riechst wie eine Toilette."

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